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1 Definitionen 2 wichtige Aussagen und Sätze 3 wichtige Algorithmen |
Definitionen
Ein ungerichteter Graph G=(V,E) heißt zusammenhängend, falls es zu je zwei beliebigen Knoten v und w aus V einen ungerichteten Weg in G gibt, mit v als Startknoten und w als Endknoten. Falls G nicht zusammenhängend ist, nennt man G unzusammenhängend.
Sind A, B und X Teilmengen von V und ist Y Teilmenge von E, so nennt man Z=(X, Y) einen A-B-Trenner in G, falls für jeden A-B-Weg (v1,...,vk) in G ein i aus {1,...,k} oder ein j aus {1,...,k-1} existiert, so dass vi Element von X oder {vj,vj+1} Element von Y ist. Man sagt dann, dass Z die Knotenmengen A und B in G trennt. Statt "(X,{}) bzw. ({v},{}) bzw. ({},Y) bzw. ({},{e}) trennt A und B in G" sagt man auch "X bzw. v bzw. Y bzw. e trennt A und B in G". Allgemeiner sagt man Z trennt G, wenn Z in G zwei Ecken aus V\\X trennt.
G heißt k-fach kantenzusammenhängend, wenn es keine maximal k-1 elementige Kantenmenge in G gibt, die G trennt (in Multigraphen kann man Kanten entsprechend ihrer Vielfachheit mehrfach entfernen). Als Kantenzusammenhangszahl eines Graphen G bezeichnet man das größte k, sodass G k-fach kantenzusammenhängend ist.
G heißt k-fach knotenzusammenhängend, wenn es keine maximal k-1-elementigen Knotenmenge in G gibt, die G trennt. Statt k-fach knotenzusammenhängend sagt man auch oft kürzer k-fach zusammenhängend oder k-zusammenhängend. Als Knotenzusammenhangszahl eines Graphen G bezeichnet man das größte k, sodass G k-zusammenhängend ist.
Ist U eine Teilmenge von V mit der Eigenschaft, dass der von U induzierte Teilgraph G[U] von G k-zusammenhängend ist und keine Teilmenge W von V mit U⊂W existiert, so dass der von W induzierte Teilgraph G[W] von G k-zusammenhängend ist, so nennt man G[U] eine k-Zusammenhangskomponente von G. Eine 1-Zusammenhangskomponente nennt man auch einfach nur Zusammenhangskomponente und eine 2-Zusammenhangskomponente nennt man Block.
Ein Knoten v heißt Artikulation von G, wenn er zwei andere Knoten x und y der gleichen Zusammenhangskomponente in G trennt. Eine Kante e heißt Brücke von G, wenn sie ihre beiden inzidenten Knoten trennt.
Man bezeichnet den Graphen, der
Ein gerichteter Graph G=(V,E) heißt zusammenhängend von einem Knoten v aus, falls es zu jedem Knoten w aus V einen gerichteten Weg in G gibt, mit v als Startknoten und w als Endknoten. Falls G nicht von v aus zusammenhängend ist, nennt man G unzusammenhängend von v aus. G heißt stark zusammenhängend, falls G von jedem Knoten v aus V zusammenhängend ist.
Ein induzierter Teilgraph K=(VK,EK) von G heißt starke Zusammenhangskomponente von G, falls K stark zusammenhängend ist und in G kein Knoten aus VK Vorgänger oder Nachfolger von einem Knoten aus der Differenzmenge V\\VK ist.
Bemerkung: Es gibt genau dann einen Weg mit v als Startknoten und w als Endknoten, wenn es einen Pfad mit v als Startknoten und w als Endknoten gibt. In obigen Definitionen kann man Weg also auch durch Pfad ersetzen.
wichtige Aussagen und Sätze
Relativ leicht zeigt man folgende Aussagen:
Ist G=(V,E) ein ungerichteter Graph und sind A und B Teilmengen von V, so ist die kleinste Mächtigkeit, einer A von B trennenden Knotenmenge gleich der größten Mächtigkeit einer Menge disjunkter A-B-Wege in G. Dieser Satz von Menger (1927), ist eine Verallgemeinerung des Satzes von König (1916), wonach in bipartiten Graphen die Paarungszahl der Knotenüberdeckungszahl entspricht.
Man folgert aus ihm leicht den Fächersatz:
Ist B eine Teilmenge von V und a Element von V\\B, so ist die kleinste Mächtigkeit einer a von B in G trennenden Teilmenge X von V\\a gleich der größten Mächtigkeit eines a-B-Fächers. Man zeigt dies, indem man A:=N(a) setzt (d.h. A ist die Menge der Nachbarn von a) und den Satz von Mader anwendet.
Ganz ähnlich folgert man: Sind a und b zwei verschiedene Knoten von G, so gilt:
Zur Berechnung von Knoten- und Kantenzusammenhangszahl gibt es polynomielle Algorithmen. Dazu kann man beispielsweise Flussalgorithmen verwenden. Allerdings gibt es auch effizientere Algorithmen.
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