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Zellaufschluss

Als Zellaufschluss werden in der Biochemie Verfahren bezeichnet, bei denen Zellen zerstört werden, um an deren Inhalt (meist Proteine, DNA oder mRNA) zu gelangen.
Inhalt
1 Aufschlussverfahren
1.1 Mechanische
1.2 Nicht-mechanische
1.3 Schutz der Proteine

Aufschlussverfahren

Mechanische

Mechanische Aufschlussverfahren führen meist zu einem Temperaturanstieg, deshalb muss die
Temperatur kontrolliert werden und wenn nötig das Aufschlussgut im Eisbad gekühlt oder der Aufschluss mit Unterbrechungen durchgeführt werden.

Tierische und pflanzliche Zellen müssen vor dem Aufschließen von unerwünschten Gewebeteilenteilen befreit werden indem man sie zunächst mittels Schere, Skalpell oder Fleischwolf grob zerkleinert.

Nicht-mechanische

Nicht-mechanische Aufschlussverfahren werden bei
Zellen angewandt, welche sich nicht einfach aufbrechen lassen (z.B. Hefe). Sie sind meist schonender als die mechanischen Verfahren.

Schutz der Proteine

Durch den Aufschluss der Zellen gelangen die Proteine in eine unphysiologische Umgebung und müssen vor Inaktivierung, Denaturierung und Degradation geschützt werden.

pH-Veränderung durch metabolische Prozesse

Inaktivierung durch Oxidation von SH-Gruppen Schwermetallionen reagieren mit reaktive Gruppe des Proteins oder divalente Kationen (Ca2+, Mg2+) aktivieren abbauende Enzyme Zu geringe Ionenstärke, <0.05M (schlechte Ausbeute, da sich Proteine an Zelltrümmer anheften) Aggregation der Proteine (hydrophobe Wechselwirkungen) Proteasen werden währen dem Aufschließen freigesetzt
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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