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Die EZLN, 1983 von mexikanischen Metropolenlinken als klassisch marxistisch und maoistisch Befreiungsarmee gegründet veränderte sich innerhalb der ersten zehn Jahre ihres Bestehens zu einer Guerilla neuen Typs. Ihre Gründer zogen nach Chiapas und lernten von den Indigenas ihre Formen der Organisation, des Zusammenlebens und der Wirtschaftsweise als Alternative zum klassischen Marxismus (Bewernitz, Thorsten 2002, S. 88ff. ).
Im Gegensatz zu anderen Guerillabewegungen wollen sie nicht die Macht im Staat übernehmen, sondern betonen ihren basisdemokratischen Anspruch, womit sie über Chiapas hinaus eine breite Unterstützung innerhalb Mexikos und Lateinamerikas erlangten. Die hohe Aufmerksamkeit auf öffentliche Kommunikation, den Aufbau alternativer autonomer Strukturen und die faktische Gewaltfreiheit in Verbindung mit einem Projekt tiefgreifender Veränderungen sind Elemente der zapatistischen Revolte, die sich in den Protesten der globalisierungskritischen Bewegung wiederfinden lassen (Andretta, Massimiliano u.a. 2003, S. 23). In ungewöhnlich poesievoller Sprache, statt mit politischer Theorie und mit Hilfe des Internets verbreiteten sie ihre Forderung nach Selbstbestimmung und riefen zum weltweiten Kampf gegen die neoliberale Globalisierung auf.
Die EZLN lud zweimal zu intergalaktischen Treffen gegen Neoliberalismus und für Menschlichkeit auf. Zu ihrem ersten Treffen 1996 kamen ca. 3000 Teilnehmer aus mindestens 54 Länder nach Chiapas (Nachtwey, Oliver 2002, S. 26 ). Um den internationalen Zusammenhang der Kämpfe zu betonen lud man 1997 zum zweiten Treffen explizit nicht nach Mexiko sondern ins europäische Spanien . Mit ihrem Aufruf ein kollektives Netzwerk all unserer Teilkämpfe und Widerständigkeiten zu schaffen, welches Unterschiedlichkeiten respektiert und Ähnlichkeiten anerkennt und so die Welt neu zu erschaffen, fanden sie Zapatistas weltweit ebenso Widerhall bei neueren Bewegungen wie mit ihrem radikalen, jedoch auf Gewaltfreiheit bedachten Vorgehen (Zitat: Habermann, Friederike 2002, S. 143 ).
Die dort geknüpften Kontakte hatten im Februar 1998 die Gründung von Peoples Global Action (PGA), einem weltweiten Netzwerk zum Informationsaustausch und Aktionskoordination zur Folge.
Siehe auch: Subcomandante Marcos
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