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Die Zanata waren neben den Masmuda und Sanhadscha eine der großen Stammesfamilien der Berber im Maghreb. In vorislamischer Zeit wanderten sie aus dem südlichen Tunesien in das westliche Marokko ein und gliederten sich u.a. in die Magrawa, Miknasa und Banu Ifran. Ein Teil dieser Stämme unterwarf sich im 7. Jahrhundert früh den Muslimen, während andere Stämme wie die Dscharawa unter al-Kahina lange Zeit erfolgreich Widerstand leistete.
Im 8. Jahrhundert wurden die meisten Zanata-Berber Anhänger der Charidschiten und nahmen an den Aufständen gegen die arabische Herrschaft teil. Unter Abu Yazid kam es am Anfang des 10. Jahrhunderts zum letzten charidschitischen Aufstand, der von den Fatimiden niedergeschlagen wurde.
Während des 10. Jahrhunderts waren die Stämme der Zanata überwiegend mit dem Kalifat von Cordoba verbündet, dass mit den Fatimiden um die Vorherrschaft in Marokko kämpfte. Dabei wurden sie aber von den, mit den Fatimiden verbündeten, Sanhadscha-Berber, zunehmend nach Marokko abgedrängt.
Erst im 13. Jahrhundert gewannen mit den Abdalwadiden im westlichen Algerien und den Meriniden in Marokko wieder Zanata-Stämme an politischer Macht. Letztmalig übten sie unter den Wattasiden im 15. Jahrhundert die Herrschaft in Marokko aus. Im 15. Jahrhundert erfolgte die Arabisierung der Stämme.
Literatur: Lexikon der Arabischen Welt, Artemis Verlag, Stephan und Nandy Ronart, 1972
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