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Wounded Knee ist eine Ortschaft in der Pine-Ridge-Reservation im US-Bundesstaat South Dakota. Gemäß dem Census von 2000 hat sie 328 Einwohner. Wounded Knee wurde durch zwei historische Ereignisse bekannt.
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1 Massaker bei Wounded Knee (Lakota Chankpe Opi Wakpala) 2 Besetzung von Wounded Knee 3 Geographie 4 |
Massaker bei Wounded Knee (Lakota Chankpe Opi Wakpala)
Am 29. Dezember 1890 massakrierte die Siebte US-Kavallerie bei Wounded Knee über 300 Männer, Frauen und Kinder der Minneconjou-Lakota-Sioux-Indianer unter Häuptling Big Foot. Dieses Massaker brach den letzten Widerstand der Indianer gegen die Weißen. Vorausgegangen war ein nationales Ereignis, ausgelöst durch den Paiute Wovoka, der alle Indianer-Stämme zum "Geistertanz" aufforderte. Durch Wovokas Geistertanzbewegung sollten die indianischen Ahnen beschworen werden und ein neues Erstarken des indianischen Selbstbewusstseins gefördert werden.
Dies wurde wiederum von der US-Regierung als eine Form von Widerstand aufgefasst. Sitting Bull, Big Foot und andere Häuptlinge wurden als "potentiell gefährlich" angesehen. Dem Tod des an einer schweren Lungenentzündung leidenden Big Foot am 29. Dezember 1890 war der Tod von Häuptling Sitting Bull am 15. Dezember vorangegangen.
Am Tag des Massakers hatte Colonel John Forsyth den Befehl, die Sioux in ein Militärlager in Omaha zu deportieren. Die Sioux wurden zunächst informiert, dass sie alle Feuerwaffen auszuhändigen hätten. Unzufrieden mit der Anzahl der freiwillig abgegebenen Waffen, begannen die Soldaten, die Zelte zu durchsuchen. Forsyth war mit dem Ergebnis noch immer unzufrieden und ordnete eine Leibesvisitation an. Auch dies ließen die Indianer über sich ergehen - alle, bis auf den Medizinmann Yellowbird, der heftigt protestierte, und einige Schritte des Geistertanzes tanzte. Alamiert ging die Suche der US Soldaten weiter. Sie wurden schließlich fündig bei Black Coyote. Black Coyote hatte eine neue Winchester unter seinem Gewand versteckt gehabt. Er weigerte sich, das Gewehr wegzugeben - immerhin habe er viel Geld dafür bezahlt, und die Abnahme des Gewehrs durch die US Soldaten wäre dauerhaft gewesen, ohne Aussicht auf die Wiederbeschaffung seiner Winchester. Ein Soldat wollte ihm das Gewehr entreissen, daraufhin entstand ein Gerangel - und ein Schuss löste sich ungewollt aus der Winchester.
Hierauf begannen die US-Soldaten zu feuern. Grosse, auf Anhöhen positionierte Hotchkiss Geschütze hielten tödliche Ernte unter den Indianern. Unter den Toten war auch Häuptling Big Foot. Auch 25 Kavalleristen starben, zumeist getötet von den Kugeln der eigenen Männer, die in dem entstehenden Chaos ihre Ziele verfehlten.
Forsyth wurde von jeder Schuld freigesprochen. Typisch für die damalige Sicht der Ereignisse war der Kommentar von L. Frank Baum, dem späteren Autor von Der Zauberer von Oz, der im Aberdeen Saturday Pioneer das Massaker rechtfertigte:
Besetzung von Wounded Knee
Am 27. Februar 1973 besetzten Mitglieder der indianischen Widerstandsorganisation American Indian Movement (AIM) zusammen mit Sympathisanten aus der Pine Ridge Reservation die Ortschaft Wounded Knee und riefen die unabhängige Oglala-Nation aus. Damit protestierten sie gegen die dauerenden Menschenrechtsverletzungen in der Reservation von Seiten der US-Verwaltung. Die Besetzung dauerte 71 Tage. Am 8. Mai kapitulierten die Aufständischen, nachdem sie von einem Großaufgebot von FBI-Agenten und Armee unter Beschuss genommen worden waren. Bei den Feuergefechten starben der Indianer Buddy Lamont sowie zwei FBI-Polizisten.
Nach dem Ende der Besetzung wurden viele der AIM-Aktivisten und deren Unterstützer angeklagt und vielfach zu Haftstrafen verurteilt. Dem prominenten AIM-Sprecher Leonard Peltier wurde der Mord an den zwei Polizisten vorgeworfen. Obwohl Peltiers Schuld nie zweifelsfrei bewiesen werden konnte, wurde er schließlich 1977 zu zwei Mal lebenslänglicher Freiheitsstrafe verurteilt, und befindet sich bis in die Gegenwart in Haft. Verschiedene auch internationale Kampagnen für die Freilassung Peltiers, der vielen als politischer Gefangener der USA gilt, blieben bislang ohne Erfolg.
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