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Muttersprachler haben ein intuitives Verständnis davon, was in ihrer Sprache ein Wort ausmacht, die Sprachwissenschaft aber tut sich damit schwer, allgemeingültige Kriterien zur Abgrenzung von Wörtern zu finden. Je nach Blickwinkel sind verschiedene Kriterien möglich, die je nach theoretischem Hintergrund und Erkenntinisinteresse miteinander kombiniert oder ergänzt werden:
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1 Symbolische Bedeutung 2 Klassifikation 3 Aufbau 4 Zum Wortschatz 5 Zitate 6 Siehe auch 7 |
Symbolische Bedeutung
Laut der neutestamentalichen Schöpfungsgeschichte am Anfang des Johannesevangeliums begann die Welt durch das
Wort (griech logos, lat verbum, hebr dvr):
Zu Beachten ist hier, dass die Bedeutung des griechischen Wortes logos im Originaltext über die des deutschen Wortes "Wort" hinaus geht. logos bezeichnet u.a. auch Sprache, Rede, Beweis, Lehrsatz, Lehre und Vernunft. Die Übersetzung von logos mit Wort reduziert unglücklich stark die Bedeutung. Aus logos stammt auch das deutsche Wort Logik. Man kann auch frei übersetzen: Am Anfang wurden die Gesetze festgelegt, durch Gott und allein nach Gottes Willen.
Klassifikation
Grammatikalisch
In der Grammatik werden Wörter nach Wortarten (zum Beispiel Substantiv, Adjektiv, Verb...) unterschieden und hinsichtlich Satzstellung, Flexion et cetera untersucht.
Nach Wortarten
Der Bibliothekar Johann Christoph Adelung verwendet in seinem großen Wörterbuch der deutschen Sprache eine Wortartenliste, die bis heute verwendet wird. Sie ist historisch gewachsen.
Für die Wortarten gibt es aber auch einen Ansatz, bei dem die Wortarten nach bestimmten Kriterien gegliedert sind und bei dem es 5 Wortarten gibt, denen sich Wörter nach bestimmten Kriterien eindeutig zuordnen lassen.
Plural
Für den Begriff "Wort" gibt es zwei Pluralformen.
Die Unterscheidung wird inzwischen oft ignoriert, so dass auch im Plural Homonymie auftritt.
Aufbau
Geschriebene Wörter
Geschriebene Wörter werden mit Buchstaben, Schriftzeichen oder Symbolen dargestellt und gegebenenfalls durch Leerzeichen oder Satzzeichen voneinander abgetrennt.
Die Schrift und die Schreibrichtung ist abhängig von der Sprache.
Die meisten zufälligen Buchstabenfolgen sind in natürlichen Sprachen keine Wörter.
Gesprochene Wörter
Gesprochene Wörter bestehen aus Silben, die wiederum aus einem oder mehreren Phonemen (Lauten) bestehen. Zwischen der Hierarchiestufe der Silben und der Worte angesiedelt sind die bedeutungstragenden Morpheme.
In der gesprochenen Sprache liegt manchmal vor und hinter dem Wort eine kurze Pause.
In der deutschen Sprache ist beispielsweise die Mehrzahl eines Substantives meist ein offenes Kennzeichen. Sie wird zum Beispiel durch eine entsprechende Endung bzw. Umlautbildung erreicht. Buch - Bücher/Büchers, Mann - Männer/Manns.
Die Eigenschaft, ob es sich dabei um eine Begriffsbezeichnung oder einen Personennamen handelt, ist in der Einzahl (im Singular) dagegen verborgen und nur aus dem Kontext ersichtlich. In der Mehrzahl dagegen ist sie in den Beispielen offen gelegt, da sich die Mehrzahl in der grammatischen Form unterscheidet.
www.udoklinger.de/Grammatik/inhalt.htmOffene und verborgene Eigenschaften
Ein Wort hat bestimmte Eigenschaften, die es kennzeichnen. Diese Eigenschaften können offen vorhanden sein (das Wort ist entsprechend markiert bzw. enthält eine explizite Kennzeichnung) oder verborgen (das Wort hat keine Kennzeichnung, die Eigenschaft tritt erst im Zusammenhang mit anderen Wörtern auf.)Zum Wortschatz
Laut der Sendung mit der Maus des Westdeutschen Rundfunk hat das längste nicht zusammengesetzte Wort der deutschen Sprache 23 Buchstaben und heißt "Unkameradschaftlichkeit".
Ein großer Teil des deutschen Wortschatzes besteht aus Wörtern, die anderen Sprachen entstammen, so genannten Fremd- und Lehnwörtern.
Mit den 207 häufigsten Wörtern im Wortschatz eines deutschen Muttersprachlers lassen sich bereits 50 % eines fast beliebigen Textes darstellen. Davon sind einsilbige Wörter die häufigsten. Je länger ein Wort, desto geringer seine Häufigkeit.Zitate
Siehe auch
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |