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Leben
Nach seinem Abitur auf der Graf-Engelbert-Schule in Bochum absolvierte Clement zunächst ein Volontariat bei der Westfälischen Rundschau in Dortmund. Danach begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, welches er 1965 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Er war dann Rechtsreferendar und Assistent am Institut für Prozessrecht in Marburg.
Ab 1968 arbeitete er wieder bei der Westfälischen Rundschau, zunächst als politischer Redakteur, dann als Ressortleiter für Politik und schließlich als stellvertretender Chefredakteur.
Seit 1970 ist Clement Mitglied der SPD. Von 1981 bis 1986 war er Sprecher des Bundesvorstandes, von 1985 bis 1986 war er zugleich stellvertretender Bundesgeschäftsführer der SPD. Von 1994 bis 2001 war er Mitglied des Landesvorstandes in Nordrhein-Westfalen, ab 1996 als stellvertretender Vorsitzender. Seit 1997 ist er Mitglied im Bundesvorstand der SPD, seit Dezember 1999 als stellvertretender Bundesvorsitzender.
1986 wechselte er als Chefredakteur zur "Hamburger Morgenpost". 1989 verließ er dieses Blatt und wurde Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsident Johannes Rau. Ab 1990 bekleidete er diesen Posten im Range eines Ministers für besondere Aufgaben. Von 1993 bis 2002 war er Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen. 1995 dann wurde er Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr.
Im Frühsommer 1998 wurde er als Nachfolger von Johannes Rau Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit dem 22. Oktober 2002 ist er Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit.
Wolfgang Clement gilt als engagierter Verfechter einer wirtschaftsfreundlichen Politik innerhalb der SPD. Schon zu seiner Zeit als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident lieferte er sich erbitterte regierungsinterne Debatten mit der grünen Umweltministerin Bärbel Höhn, die sich - wenn auch meist erfolglos - gegen die von Clement vertretene Fortsetzung der Kohlesubventionierung und der Förderung großindustrieller Projekte (vgl. Garzweiler II) wandte.
Clement galt seinem Eintritt als Hoffnungsträger der Bundesregierung. Zunächst wurde er im Jahr 2003 angesichts der sich häufenden Rücktrittsdrohungen Bundeskanzler Gerhard Schröders als dessen einzig denkbarer Amtsnachfolger gehandelt.
Clements Politik war aber insbesondere zwei Konfliktfelder ausgesetzt:
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