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| Schwedisches Wochenendhaus |
Charakteristik
Man erbaut ganze Inseln dieser Refugien in den mittelbaren Rückzugsgebieten großer urbaner Ballungsgebiete, sodass zumindest teilweise von einer regelrechten Stadtflucht gesprochen werden kann, welche die eigentliche Abgeschiedenheit, die ursprünglich beabsichtigt wurde, ad absurdum führt.
Vom Häuschen des Schrebergärtners unterscheiden sich Wochenendhäuser heute in erster Linie durch feste Sanitäranlagen modernen Standards, sowie Gas- und Elektroanschluss und einer kompletten Küche.
Beispiele
Typische Wochenendhausgebiete findet man in Europa in Skandinavien in der Nähe von Stockholm im Schärengebiet, am Mälarsee oder in der Umgebung von Oslo, wobei gerade hier überall in beiden Ländern dieses Phänomen zu finden ist, da geerbte Häuser und Hütten oft dazu umfunktioniert werden. Ein typisches Gebiet in den USA ist auch Vermont, das für viele vermögende Einwohner der benachbarten Staaten New York und New Jerseys die Rückkehr zur Natur bedeuten mag. In Zeiten der DDR - und darüber hinaus - existierte mit der so genannten Datsche ebenfalls ein charakterischer Archetyp des Wochenendhauses, dessen Namen bezeichnenderweise vom russischen Datscha, dem russischen Wochenendhaus der kommunistischen Elite, entlehnt war.
Vom Wochenend- zum Ferienhaus
Sind die Besitzer nicht unbedingt in der Lage, den Unterhalt des Gebäudes allein zu gewährleisten, so vermieten sie die Gebäude als Ferienhäuser saisonweise an Urlauber, was man insbesondere in Skandinavien und den Niederlanden beobachten kann. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland nahmen viele Urlauber, die dem üblichen Pauschaltourismus entfliehen wollten, aber nicht ganz wie beim Camping auf einige Komfortvorteile verzichten konnten, diesen Trend gerade für Skandinavien seit den 1970er-Jahren auf, da dort zu diesem Zeitpunkt weder ein flächendeckendes Gastronomienetz noch ausreichend Campingplätze vorhanden waren.
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