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Bei der Reaktion werden Phosphorylide zweistufig hergestellt und anschließend mit einer Carbonylverbindung, meist mit Aldehyden, umgesetzt (siehe Bild 1):
Ein tertiäres Phosphan wird mit einem Alkyl-, Aryl- oder funktionalisierten Alkylhalogenid durch -Reaktion zum Phosphonium-Salz umgesetzt (1), gefolgt von Deprotonierung in -Stellung zum Phosphoratom (2). Das in situ erzeugte Phosphorylid (P-Ylid) addiert sich in einer [2+2]-Cycloaddition an die zugesetzte Carbonylverbindung. Der Übergangszustand, ein Oxaphosphetan-Ring, zerfällt unter [2+2]-Cycloreversion zu einem Olefin und Triphenylphosphanoxid (3). Die Reaktion verläuft bei Alkyl-substituierten Yliden (labile Ylide) gewöhnlich mit cis- (Z)-Selektivität, bei Ester-funktionalisierten Yliden (stabile Ylide) mit trans- (E)-Selektivität bezüglich der gebildeten C=C-Doppelbindung.
Die Vielseitigkeit der Wittig-Reaktion wird in Bild 2 an einigen Beispielen gezeigt. Die Stereochemie der entstehenden Doppelbindung kann durch Wahl des Ylids, der Reaktionsbedingungen usw. weitgehend gesteuert werden.
Wichtige verwandte Reaktionen sind die Horner-Wadsworth-Emmons-Reaktion, die Wittig-Horner-Reaktion und die Schlosser-Variante der Wittig-Reaktion.
Siehe auch: Namensreaktionen
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