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Wissenschaftliche Mode

Eine wissenschaftliche Mode kann Themen, Methoden oder Schulen innerhalb einer Wissenschaft zu vorübergehend stark erhöhter Aufmerksamkeit verhelfen; sie kann auch ein ganzes Fach zu einer Modewissenschaft machen.

Wissenschaftliche Moden entstehen durch soziale Interaktion mit positiver Rückkopplung, ähnlich wie Spekulationsblasen an der Börse und mit ähnlichen Folgen: wer eine Mode rechtzeitig wittert, profitiert von der Zunahme des allgemeinen Interesses; wer zu spät auf den fahrenden Zug aufspringt, findet die ergiebigsten Themen schon abgegrast und erzielt eigene Detailergebnisse erst, wenn das Interesse schon wieder erkaltet ist.

Wissenschaft umfasst ihrem Begriff nach die Fähigkeit zur Selbstkritik, die als negative Rückkopplung Übertreibungen grundsätzlich entgegenwirkt. Dass kritische Stimmen während einer Modewelle ausbleiben oder kein Gehör finden, ist mit ansteckender Euphorie und sozialem Konformitätsdruck zu erklären.

Politikern fehlt in der Regel jedes Verständnis dafür, dass wissenschaftliche Ergebnisse nicht planbar sind und die interessantesten Ergebnisse oft von Außenseitern erzielt werden; ihre Einmischung bewirkt fast immer positive Rückkopplung (Verstärkung herrschender Moden).

Beispiele für Moden in den Natur- und Ingenieurwissenschaften:

Beispiele für Moden in den Gesellschaftswissenschaften:
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.



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