Winterreifen
Wenn im Winter mit Schnee und Glatteis zu rechnen ist, werden auf Kraftfahrzeugen Winterreifen verwendet. Diese Autoreifen verfügen über eine kälteresistente Gummimischung, die bei Minustemperaturen nicht verhärtet und damit eine Verzahnung mit dem Untergrund (Kraftübertragung) ermöglicht und sind als solche mit dem Zeichen M+S(Matsch & Schnee) gekennzeichnet. Bereits bei Temperaturen von weniger als 7° Celsius haften Winterreifen besser auf der Straße. Auch die Profilgestaltung unterscheidet sich von Sommerreifen, allerdings ist sie nicht mehr grobstollig wie früher. Die Winterprofile nähern sich optisch immer mehr den Sommerprofilen an. Deshalb sind Winterreifen heute auch komfortabel und laufruhig. Bei der Profilentwicklung wird auf möglichst zahlreiche Greifkanten geachtet, das sind Rillen und Einschnitte in den Profilblöcken. Hinzu kommen zahlreiche Lamellen, kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusätzlich für Traktion (Kraftübertragung) sorgen. Reifen mit Spikes, das sind eingebaute Stahlstifte, sind heute nur noch in Österreich und Skandinavien zulässig. Der Winterreifen bietet auf glatten Straßen deutlich mehr Fahrsicherheit als der Sommrreifen, Bremswege beispielsweise werden erheblich kürzer. Winterreifen werden inzwischen häufig mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), vereinzelt auch mit dem Speed-Index W (bis 270 km/h) angeboten, und in fast allen Sommerreifen-Größen. Es sind damit kaum mehr Einschränkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreien und trockenen Strecken, bei höheren Temperaturen vor allem ist allerdings mit stärkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen.
Siehe auch: Sommerreifen, Schneeketten, Themenliste Straßenverkehr
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