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Er schreibt sich William S. Burroughs zur Unterscheidung von seinem Großvater William Seward Burroughs, dem Gründer der Burroughs Adding Machine Company, aus der später die Burroughs Corporation hervorging.
Sein bekanntestes Werk ist Naked Lunch, das vorübergehend zensiert und beschlagnahmt wurde; es machte ihn weltberühmt. Daneben ist er für die Technik des Cut-up bekannt, in der Textteile zu einem neuen Text zusammengesetzt werden - wie ein DJ mit seinen Platten. Vgl. Remix
Er hatte als Mensch viele Probleme. Nach einer wirren Kindheit hatte er mit der gesellschaftlichen Ablehnung seiner Homosexualität zu kämpfen, seiner Drogensucht und seinen Depressionen.
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1 Leben 2 Werk 3 Bekannte Zeitgenossen 4 |
Leben
William S. Burroughs besuchte die Harvard University, an der er 1936 seinen Abschluss machte.
Im Prolog zu seinem autobiografischen Werk Junkie fasste er seine Universitätserfahrungen zusammen:
1956 versuchte William S. Burroughs, seiner Drogenabhängigkeit mit Hilfe des Londoner Arztes John Dent Herr zu werden. Nach erfolgreicher Behandlung zog er ins Beat Hotel in Paris, wo er eine umfangreiche Zettelsammlung erstellte. Mit Hilfe von Ginsberg und Kerouac bearbeitete er einen Teil der Zettel und verkaufte ihn unter dem Titel Naked Lunch an den Verlag Olympia Press. Der Rest der Schriften wurde später zur Nova-Trilogie: The Soft Machine, The Ticket That Exploded und Nova Express.
Nach der Veröffentlichung wurde Naked Lunch im US-Staat Massachusetts als "obszön" verboten; nach den ab 1966 angewandten neuen Zensur-Bestimmungen wurde es wieder zugelassen (ebenso wie Henry Millers Tropic of Cancer, James Joyces Ulysses und D.H. Lawrences Lady Chatterley's Lover).
In den frühen 1960ern siedelte Burroughs nach London über, wo er für kleine Untergrundmagazine schrieb. Daneben arbeitete er an einem Manuskript, das später in zwei Teilen als The Wild Boys und Port of Saints erscheinen sollte. Er stand in Kontakt zu den gleichgesinnten Schriftstellern (Alexander Trocchi und Jeff Nuttall).
In den 1970ern zog er zurück nach New York, wo er in der Kulturszene (z.B. Andy Warhol, Mick Jagger) beliebt wurde. Eine zunehmend begeisterte Zuhörerschaft besuchte seine Lesungen.
In den 1980ern und 1990ern galt William S. Burroughs als Ikone der Pop-Kultur. So arbeitete er etwa mit Laurie Anderson und erschien in Filmen wie Gus Van Sants Drugstore Cowboy. 1990 entstand aus der Zusammenarbeit mit der Regisseur Robert Wilson und dem Musiker Tom Waits das Theaterstück The Black Rider, das im Thalia Theater in Hamburg am 31. März 1990 erfolgreich uraufgeführt wurde. Es wurde in den folgenden Jahren an vielen europäischen und US-amerikanischen Bühnen gespielt. Während dieser Jahre entstanden auch viele Tonaufzeichnungen seiner Werke.
William S. Burroughs starb in seinem Haus in Lawrence, Kansas, am 2. August 1997 um 18:50 Uhr an den Folgen eines am Vortag erlittenen Herzanfalls.
Einige Kritiker nennen ihn den bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, andere halten seine Werke für überbewertet.
Werk
Tonträger
Bekannte Zeitgenossen
- illustrierte Biographie
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