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Ende des 18. Jahrhunderts erschien in deutschsprachigen Kochbüchern der Begriff "Wiener Küche" und wurde mit der österreichischen Küche gleichgesetzt. "Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato, 1858 in Graz erschienen - war eines der ersten Kochbücher, das neben der österreichischen und speziell der Wiener Küche, auch deutsche, ungarische, südslawische, polnische, italienische und böhmische Elemente miteinbezog.
Aber Wien ist auch traditionsbewusst und nostalgisch. Die Erneuerung gastronomischer Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit in Österreich begann in Wiens Küchen. Was selten gelingt, nämlich Bewährtes neu zu definieren, ohne die Tradition in Vergessenheit geraten zu lassen, konnte die Richtung der "Neuen Wiener Küche" Ende der siebziger Jahre zustande bringen, die eine Synthese von Überliefertem und Neuem schuf. Werner Matt (seit 2003 in Pension) ist für Österreich das, was Paul Bocuse für Frankreich und Eckart Witzigmann für Deutschland bedeuten. Der Meisterkoch führte die leichte, marktfrische und kreative Küche 1975 in Österreich ein und hat diese gesellschaftsfähig gemacht; ohne ihn hätte das "österreichische Küchenwunder" womöglich nicht stattgefunden. Werner Matts Hauptaugenmerk gilt der kreativen, frischen und leichten Küche. Der Altmeister der deutschsprachigen Restaurant-Kritik, Klaus Besser, verlieh Matt als Einzigem in Österreich drei Hauben und schrieb 1982 über ihn: "Er ist nicht nur der beste Koch im Hilton-lmperium ... ohne sein Vorbild wäre die "Neue Küche" in Österreich niemals zustande gekommen. Seine Schüler sind nicht nur in Österreich gesucht, sie tragen seinen Namen in die ganze Welt. Werner Matt trägt die höchsten Auszeichnungen, die je ein Koch in Österreich erhalten hat. Johanna Maier aus Radstadt weltweit die einzige Köchin mit vier Hauben.
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