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Wertkritiker und Wertkritikerinnen übernehmen von Karl Marx seine Kritik am Fetischismus von Ware, Geld und Arbeit, kritisieren jedoch seine Geschichtsphilosophie und Klassentheorie. Die Arbeiterklasse ist nach wertkritischer Sicht selbst Teil des Systems und deshalb nicht in der Lage ihre von Marx zugeschriebene Rolle als revolutionäres Subjekt anzunehmen. Die Arbeit ist genauso zu kritisieren, wie das Kapital, weil beide auf dem selben automatischen Systems der Wertverwertung beruhen und alles menschliche darin verschwindet.
Die Wertkritik hat die Perspektive auf eine Transformation der bestehenden Verhältnisse hin zu einer Gesellschaft, in der die Befriedigung der Bedürfnisse direkt über die Absprache der Gesellschaftsmitglieder geschieht, prinzipiell nicht aufgegeben. Sie konzentriert sich jedoch meist auf die Kritik der gegenwärtigen Gesellschaft und es ist meist nicht ihr Ziel konkrete Formen anzugeben, wie diese Transformation möglich sein könnte.
Der Kapitalismus wird von den WertkritikerInnen kritisiert, weil er für sie die indirekte Herrschaft eines abstrakten Verhältnisses über die Menschen darstellt, gleichwohl die Menschen dieses Verhältnisses täglich aufs neue reproduzieren. Dieses Verhältnis aus Wert, Ware, Arbeit, Geld und Staat zu überwinden, und eine neue Gesellschaft als "Verein freier, gleicher Menschen" (Marx) anzustreben, ist ihr erklärtes Ziel.
Die bekanntesten VertreterInnen der Wertkritik in Deutschland sind die Gruppe Krisis und die Gruppe Exit aus Nürnberg, sowie die Wertkritischen Kommunisten Leipzig
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1 Kritik der Wertkritik 2 3 |
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