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Zur Weltliteratur sollen Werke gehören, die über nationale und regionale Grenzen hinweg der Weltbevölkerung zu eigen sind. Der Ansatz ist somit vergleichbar mit den Überlegungen, die zu einem Begriff wie Weltkulturerbe geführt haben.
Problematisch ist der Begriff außerhalb der umgangssprachlichen Gewohnheit, als über die massenhafte Verbreitung hinaus die Qualität des jeweiligen Werkes dessen Stellung als Bestandteil der Weltliteratur begründen sollte. Hier verlässliche Kriterien zu finden, dürfte nicht einfach sein.
Darüber hinaus neigt zumindest das Abendland hier zu einer gewissen Nabelschau: selbst grundlegende Werke wie die Ilias können kaum als "weltweites" kulturelles Eigentum begriffen werden.
Der Begriff bleibt daher einer von vielen Superlativen: eingängig und schön aber nur cum grano salis zu verwerten.
Siehe auch: Liste der Nobelpreisträger für Literatur
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