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| Walchensee | |
|---|---|
| Daten | |
| Name: | Walchensee |
| Lage: | 80 km südlich von München |
| Fläche | 16,4 km² |
| Länge | 7 km |
| Breite | 4 km |
| Maximale Tiefe: | 198 m |
| Zuflüsse: | Verschiedene Gebirgsbäche |
| Abflüsse: | Jachen |
| Höhe über NN: | 802 m |
| Besonderheiten: | Kraftwerk Walchensee |
Das türkis-grüne Wasser ist klar und hat aufgrund der sehr eingeschränkten Bebauung rund um das Ufer und einem Verbot für Motorboote Trinkwasser Qualität. Die Wassertemperaturen sind für einen Bergsee typisch und daher eher niedrig. Sie bewegen sich im Sommer zwischen 17 - 20 Grad und im Frühling/Herbst um die 10 - 16 Grad.
Entstehung
Der Walchensee befindet sich direkt über einer geologischen Mulde (Bayerischen Synklinorium), welche auch für seine extreme Tiefe verantwortlich ist. Parallel zu dieser Muldenstruktur ist eine geologische Störung ausgebildet, welche zu dem steilen Nordwest-Abfall in den See führte. Während der Eiszeiten wurde die Morphologie des Gebietes anschließend mehrfach von Gletschern überprägt.
Orte
Die größte Ortschaft ist Walchensee. Sie liegt am westlichen Ufer ca. 3 km südlich von Urfeld. Beide Ortschaften gehören zum Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Berge
Der Walchensee ist von den Walchenseeberge umgeben (Siehe auch: Bayerische Alpen). Die bekanntesten sind der Jochberg nordöstlich von Urfeld und der Herzogstand nördlich des Ortes Walchensee. Auf den Herzogstand fährt bis kurz unterhalb des Gipfels vom Frühjahr bis Herbst eine Seilbahn.
Kraftwerk Walchensee
Bundesweit bekannt ist der Name des Sees auch wegen des großen Speicherkraftwerks Walchensee, das bereits 1924 eröffnet wurde und das natürliche Gefälle zwischen Walchen- und Kochelsee von ca. 200 m zur Stromerzeugung ausnutzt. Das Bauwerk selbst liegt ca. 1,5 km nördlich vom namengebenden Walchensee am Südufer des Kochelsees. Um die Verfügbarkeit des Wassers für das Kraftwerk zu erhöhen, wurde durch einen 8 km langen Stollen der Rißbach aus dem Karwendel, sowie ein Teil des Wassers aus der Isar dem See zugeführt.
Durch den dadurch stark schwankenden Wasserspiegel friert im Winter der See nicht mehr ganz zu. Die Eisflächen in den einzelnen Buchten sind dann nur sehr dünn und dürfen nicht betreten werden.
Sagen
Um den Walchensee ranken sich viele Sagen:
Eine alte Sage berichtet von einem riesigen Waller (Siehe Wels), der in der Tiefe des See lebt. Er ist so gewaltig, dass er sich in den Schwanz beißen muss, um genug Platz zu finden. Wenn die Menschen aber von ihrem rechten Glauben abfallen würden, dann würde der Waller seinen Schwanz loslassen und eine gewaltige Flut brächte Verderben über das gesamte Oberland bis hin nach München. Um das Unheil abzuwenden, wurden regelmäßig Messen gelesen und über viele Jahre hinweg alljährlich ein geweihter Ring im See versenkt.
Eine andere, wesentlich jüngere Sage erzählt man sich über den Reichsjugendführer Baldur von Schirach, welcher kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges seine umfangreiche und sehr wertvolle Zinnfigurensammlung in dem See versenkt haben soll. Untersuchungen des Seegrundes konnten dies aber nicht bestätigen.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |