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In gemäßigten Breitengraden wird die Wachstumsperiode regelmäßig vom Frühling bis in den Herbst reichen. In tropischen und subtropischen Breiten ist sie dagegen praktisch ganzjährig, soweit es sich nicht um lebensfeindliche wüstenartige oder Gebirgsregionen handelt. Je weiter nördlich bzw. auf der Südhalbkugel südlich man kommt, desto verkürzter ist die Zeit für die örtliche Vegetation zu wachsen und Samen auszubilden.
Praktische Bedeutung hat die Beachtung der Wachstumsperiode besonders für den gärtnerischen Obstbaumschnitt, da dieser zumeist in der wachstumsarmen oder Ruhezeit erfolgen sollte.
Weniger bekannt ist, dass Stadtbäume in der Regel acht Tage früher austreiben und im Herbst etwa sieben Tage später sich entlauben als im ländlichen Raum stehende Exemplare. Dieses empirische Ergebnis wurde von US-amerikanischen Geographen mittels Auswertung von Satellitenaufnahmen nachgewiesen und im Juli 2004 von der Boston University publiziert.
Verursacht wird diese Verlängerung offenbar durch die aufgrund Flächenversiegelung und Abgasen im Durchschnitt deutlich erhöhten Temperaturen innerhalb städtischer bebauter Räume. Als Faustregel ermittelten die Forscher, dass jedes Grad der Erwärmung die Wachstumsperiode um etwa drei Tage früher beginnen lässt.
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