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1 Eigenschaften 2 Wachsarten 3 Verwendung 4 Historisches 5 Siehe auch |
Eigenschaften
Wachse sind bei Raumtemperatur meist formbar bis knetbar, können aber auch fest und spröde sein. Optisch zeichnet sich das wachsartige Aussehen durch eine stumpfe Durchsichtigkeit bis milchige Trübung aus. Wachse schmelzen meist ab 35 bis 40 °C. Da sie ein Stoffgemisch darstellen, haben sie meist keinen definierten Schmelzpunkt sondern ein gewissen Temperaturbereich, Schmelzintervall oder Erstarrungsintervall genannt.
Wachse sind wasserabweisend, reaktionsträge, brennen aber bei höherer Temperatur.
Wachsarten
Eine besondere Bedeutung hat das Jojobaöl welches eigentlich kein Öl sondern chemisch betrachtet ein flüssiges Wachs ist, da es nicht aus Triglyceriden sondern aus Wachsestern besteht.
Ägyptische Mumien sind mit Wachsfarben eingefärbt, diese Technik nennt sich Enkaustik. Heutzutage werden gefärbte Wachse als Wachsmalstifte verkauft.
Bienenwachs dient den Wachsmotten und dem Honiganzeiger (einer Vogelart) sogar als Nährstoff! Wegen der Ungiftigkeit der Wachse sind sie auch als Lebensmittelzusatzstoff (meist als Trennmittel) zugelassen.
Wachsfigurenkabinette wie das von Madame Tussaud's in London erfreuen sich großer Beliebtheit.
Historisches
Wachs war schon im Altertum bekannt, nach der Sage verwendete der Vater des Ikaros Daedalos Wachs um so Federn an beider Armen zu befestigen und so wie ein Vogel zu fliehen. Ikaros kam der Sonne zu nahe, die das Wachs schmelzen ließ; er stürzte ab und ertrank im Meer.
Wachstafeln dienten in Griechenland und Rom als Schreibgrundlage für Notizen, da das Geschriebene wieder gelöscht werden konnte.
Im Mittelalter war der zuständige Handwerker ein hochangesehener Beruf: der Lebzelter. Er produzierte feine teure Kerzen (Lichtmess), Honig und Lebkuchen.
Siehe auch
Wachs liefernde Pflanzen unter Nutzpflanzen, Wachszieher, Stearin
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