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VP-Bereitschaft

Die Volkspolizei-Bereitschaften (VPB), meist VP-Bereitschaften oder nur Bereitschaftspolizei genannt, gehörten zu den kasernierten Einheiten des Ministerium des Inneren (MdI) der DDR. Sie unterstanden dem Stellvertreter des (Innen-)Ministers Kampfgruppen / Bereitschaften. Die VPB gehörten nicht zu den Dienstzweigen der Deutsche Volkspolizei (DVP).

Die VP-Bereitschaften waren militärische Formationen, die neben dem Wachregiment "Feliks Dzierzynski" des Ministerium für Staatssicherheit; (Divisionsstärke, nicht nur in Berlin), den Hundertschaften der Kampfgruppen der Arbeiterklasse und den Truppenteilen der Nationalen Volksarmee (NVA) bestanden. Man kann in gewisser Weise die Zentralen Kräfte Schutzpolizei; (ZKS), die militärisch strukturiert und mit der Kalaschnikow AK-47 ausgerüstet waren, hinzurechnen.

Ihre Angehörigen leisteten Wehrdienst, keinen Wehrersatzdienst, wurden über die Wehrkommandos der NVA einberufen und erhielten Sold in Höhe der NVA-Vergütungen. Sie war in der Verteidigung aufgrund ihrer Bewaffnung gefechtsstärker als ein Mot.-Schützen Bataillon der NVA (ohne Verstärkungsmittel).

Inhalt
1 Geschichte
2 Die Aufgaben der VP-Bereitschaften
3 Kasernierte Einheiten und deren Standorte
4 Die Polizeilichen Handlungen
5 Ausbildung
6 Bewaffnung
7 Uniformierung
8 Tätigkeit des Abwehroffiziers des MfS

Geschichte

Die Aufgaben der VP-Bereitschaften

Die Aufgaben der VP-Bereitschaften ergaben sich aus dem zweiten Teil des Gesetzes über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei (DVP) vom 11. Juni 1968. Folgende Paragraphen werden dort zutreffend für die Kasernierten Einheiten des MdI ausgeführt:

§ 7 Aufgaben
(1) Die Deutsche Volkspolizei hat die öffentliche Ordnung und Sicherheit jederzeit zuverlässig zu gewährleisten. Ihr obliegt es im Rahmen ihrer Zuständigkeit:
...
b) anderen Gefahren vorzubeugen und Störungen zu beseitigen, die das Leben oder die Gesundheit von Menschen sowie das sozialistische, persönliche oder private Eigentum bedrohen oder in anderer Weise die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigen.
...
j) die im Rahmen der Landesverteidigung übertragenen Aufgaben zu erfüllen.
...
(2) Bei Gefahren oder Störungen, für deren Abwehr oder Beseitigung andere Staatsorgane zuständig sind, hat die Deutsche Volkspolizei auch tätig zu werden, wenn ...

Der Minister des Innern und Chef der DVP erließ auf dieser gesetzlichen Grundlage Weisungen, insbesondere den "Befehl 0020/...", in denen die Aufgaben für die Kasernierten Einheiten festgelegt waren. Im "Befehl 0020/79" hieß es dazu:
"Die VP-Bereitschaften sind kasernierte, vollmotorisierte, nach militärischen Prinzipien organisierte und geführte Einheiten der DVP."
(Quelle: Wolfram Kempe: Die Rolle und Aufgaben der Einheiten der VP-Bereitschaften im System der sozialistischen Landesverteidigung der DDR, Vorlesung, Dresden 12.06.1980, VD X/82/80 S. 5)

Der Schwerpunkt ihrer Ausrichtung Ende der
1960er Jahre, Bekämpfung hinter der Front operierender Diversions-Aufklärungsgruppen in Kriegszeiten, verschob sich immer mehr zugunsten einer Befähigung zur Aufgabenerfüllung bei der Beseitigung von "Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit".

Die VPB gehörten nicht zu den Dienstzweigen der VP. Deshalb treffen die anderen Abschnitte des §7 VP-Gesetz nicht zu. Eine VPB bzw. eine Kompanie wurde zeitlich begrenzt einem Leiter eines VP-Kreisamtes unterstellt, wenn deren "Zentrale Kräfte Schutzpolizei" (Schützenzüge) für die Aufgabenerfüllung nicht ausreichten. Die Kompaniechefs bzw. Zugführer erhielten ihre Befehle vor Ort durch einen Einsatzleiter (VP-Offizier) des jeweiligen VP-Kreisamtes (VPKA), der auch die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften zu gewährleisten hatte. Eine Aufteilung unterhalb der Schützengruppe, d.h. ein selbständiger Einsatz eines Wehrpflichtigen, war durch Ministerbefehl verboten. Eine Ausnahme waren die halbjährlich an einem Tag stattfindenden Werbungsmaßnahmen auf einem VPKA für den Dienst in der Volkspolizei.

Der "Befehl 0020/89" als Nachfolgeweisung, Einsatzaufgaben der Kasernierten Einheiten des MdI für den Fünfjahresplanzeitraum 1990-95, geht von einer immer unzufriedener werdenden DDR-Bevölkerung aus.

Kasernierte Einheiten und deren Standorte

Kasernierte Einheiten

Es existierten mehr als 21 VP-Bereitschaften, davon waren fünf in unmittelbarer Nähe von Berlin disloziert.
Außerdem waren dem 1. Stellvertreter des Chef des Stabes des MdI weitere Kasernierte Einheiten unterstellt.

Dislozierung ( Standorte der Kasernen )

Die VP-Bereitschaften waren in Bezirksstädten bzw. in der Nähe von urbanen Ballungsgebieten verteilt. Eine der in einer Kaserne untergebrachten VP-Bereitschaften war dem Chef BDVP operativ unterstellt, die weiteren Bereitschaften standen unter dem Führungsvorbehalt des Innenministers und Chef der DVP.

1. Stellvertreter des Chef des Stabes des MdI
Bezeichnung Name Ort Einsatzraum Unterstellung Bemerkungen
  9. VP-Kp. ... Potsdam-Eiche DDR 1. Stv. C-Stab /MdI Anti-Terror-Einheit (Pedant zur GSG-9 /BGS) 1
Hs.-Einheit ... Diepensee DDR 1. Stv. C-Stab /MdI Unterstützung der Dienstzweige der VP
DSt. Blbg. Dr. Richard Sorge Freudenberg Bezirk
Frankfurt/O
1. Stv. C-Stab /MdI unterirdischer Gefechtsstand - Innenminister
Abkürzungen:
Blbg.:
DSt.
1   Diensteinheit IX

Blumberg (Tarnbezeichnung)
Dienststelle = Truppenteil
nicht identisch, Dienstzweige /BDVP's (SEK's)
Hs.
C-Stab
MdI
VP
Hubschrauber
Chef des Stabes des MdI
Ministerium des Innern
Volkspolizei

Stellvertreter des Ministers Kampfgruppen / Bereitschaften
Nr. Bezeichnung Ort Einsatzraum Unterstellung Name Bemerkungen
  1. VPB Schwerin Bezirk Schwerin C-BDVP ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
  2. VPB Stralsund Bezirk Rostock C-BDVP ... ...
  3. VPB Potsdam-Eiche Bezirk Potsdam C-BDVP ... ...
  4. VPB Magdeburg Bezirk Magdeburg C-BDVP ... ...
  5. VPB Leipzig Bezirk Leipzig C-BDVP ... ...
  6. VPB Halle Bezirk Halle C-BDVP ... Reservisten-Ausbg.
  7. VPB Erfurt Bezirk Erfurt C-BDVP ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
  8. VPB Dresden Bezirk Dresden C-BDVP ... ...
  9. VPB K.-Marx-Stadt Bezirk K.-Marx-Stadt C-BDVP ... ...
10. VPB Rudolstadt Bezirk Gera C-BDVP ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
11. VPB Magdeburg DDR Minister ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
12. VPB Halle DDR Minister ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
13. VPB Meiningen Bezirk Suhl C-BDVP ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
14. VPB Neustrelitz Bez. Neubrandenburg C-BDVP ... ...
15. VPB Eisenhüttenstadt Bezirk Frankfurt/ O. C-BDVP ... ...
16. VPB Cottbus Bezirk Cottbus C-BDVP Georgi Dimitroff ...
17. VPB Basdorf DDR Minister ... ...
18. VPB Basdorf Bezirk Berlin Präs. PDVP ... Ausbg. vorverpflicht.Polizisten; Einnahme W-Bln.
19. VPB Basdorf Bezirk Berlin Präs. PDVP Robert Uhrig Ausbg. vorverpflicht.Polizisten; Einnahme W-Bln.
20. VPB Potsdam DDR Minister ... Staatsgrenze/ NVA-Unterstellg. mögl.
21. VPB Leipzig DDR Minister ... ...
Weitere Kasernierte Einheiten und Truppenübungsplätze
Nr. Bezeichnung Ort Einsatzraum Unterstellung Name Bemerkungen
(22.) NaB Basdorf DDR StM Na. ... Sicherstellung Führungsverbindungen
(23.) SE Gielsdorf (Strausberg) Ltr.DSt.Bbg. ... Sicherung Gefechtsstand - Innenminister
10. Kp. Bln-Blankenbg DDR StM VD ... Verpflegungsversorgung
- Na.-Kp. Dommitsch DDR StM Na. ... Ausbg. Unterführer ( Uffz.)
- TüP-I Belzig DDR-Süd StM KG/B ... ...
- TüP-II Neuruppin DDR-Nord StM KG/B ... ...
- TüP-Kroppen TüP-OHS Kroppen OHS Kdr. OHS ...
- OHS Dresden DDR StM KG/B ... Ausbildung Truppenoffiziere

Abkürzungen: . StM Stellvertreter des Ministers
DVP Deutsche Volkspolizei KG/B Kampfgruppen der Arbeiterklasse/ Bereitschaften
PDVP Präsidium der DVP Berlin Ltr. Dst. Leiter Dienststelle              ( Oberst der VP)
BDVP Bezirksbehörde der DVP Ltr.VPKA LeiterVPKA                     ( Oberstleutnant der VP)
VPB Volkspolizei-Bereitschaft K-VPB Kommandeur                    ( Oberstleutnant der VP)
SE Sicherungseinheit (Baueinheit und VPB) StKuSC Stellv. des K u. Stabschef ( Major der VP)
VPKA VP-Kreisamt KC Kompaniechef                   ( Major der VP)
TüP Truppenübungsplatz Na Nachrichten (Führungsverbindungen)

Transportpolizei-Einsatzkompanien/Bereitschaften
Nr. Bezeichnung Ort Einsatzraum Unterstellung Bemerkungen
  1. TP-Kp.(B) Bad Kleinen Bezirk Schwerin C-BDVP ...
  2. TP-Kp.(B) Pasewalk Bez. Neubrandenburg C-BDVP ...
  3. TP-Kp.(B) Eisenhüttenstadt Bezirk Frankfurt/ O. C-BDVP ...
  4. TP-Kp.(B) Cottbus Bezirk Cottbus C-BDVP ...
  5. TP-Kp.(B) Tharandt Bezirk Dresden C-BDVP ...
  6. TP-Kp.(B) Naumburg Bezirk Halle C-BDVP ...
  7. TP-Kp.(B) Spröda Bezirk Leipzig C-BDVP ...
  8. TP-Kp.(B) ? Bezirk ? C-BDVP nach 1975 aufgelöst ?

Abkürzungen:
TP

Transportpolizei
Kp.
B
Kompanie
Bereitschaften

Struktur einer VP-Bereitschaft

Eine VP-Bereitschaft gliederte sich in Außerdem gab es Eine VPB war ein militärisch selbständiger Truppenteil. Die Einsatzeinheiten waren zwei Schützenkompanien und eine Schützenpanzerwagen-Kompanie. Unterstützungseinheiten waren eine Kompanie mit Artillerie- und Panzerabwehrwaffen und die Kampfsicherstellungseinheiten der Stabskompanie ( Aufklärer, Pioniere, Nachrichten usw. Siehe auch: VPB Struktur

Die Polizeilichen Handlungen

wurden verwirklicht durch

Kampfeinsatz

"umfasst alle Maßnahmen der DVP gegen bewaffnete gegnerische Kräfte und andere verbrecherische Elemente, deren Bekämpfung den Einsatz von Einheiten im Interesse der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit auf dem Territorium der DDR erforderlich macht."
(Quelle: Wolfram Kempe: Die Rolle und Aufgaben der Einheiten der VP-Bereitschaften im System der sozialistischen Landesverteidigung der DDR, Vorlesung, Dresden 12.06.1980, VD X/82/80 S. 9-14)

Diese Aufgabe sollte umgesetzt werden in den Handlungsarten mit Hilfe

Handlungsarten

Die taktischen Handlungen und die Einsatzgrundsätze der Einsatzgruppen und Posten waren bestimmt in der "DV IX/10" und den geltenden Vorschriften der NVA. Siehe auch:
VPB Kampfeinsatz

Polizeilicher Ordnungseinsatz

Er sollte "durch geschlossene Einheiten und mit Unterstützung zusätzlicher Kräfte, wie Freiwilliger Helfer der VP, Ordnungsgruppen der FDJ oder GST und anderer organisierter Kräfte der Werktätigen( u.a. Kampfgruppen), durchgeführt werden.

Das Ziel ... besteht in der Verhinderung bzw. Beseitigung von Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, die das sozialistische Zusammenleben der Bürger, ihr Leben, ihre Gesundheit, Ehre und Würde, den Schutz des gesellschaftlichen und persönlichen Eigentums, den Ablauf des öffentlichen Lebens und der staatlichen Ordnung sowie die allgemeine Sicherheit beeinträchtigen bzw. gefährden."
(Quelle: Wolfram Kempe: Die Rolle und Aufgaben der Einheiten der VP-Bereitschaften im System der sozialistischen Landesverteidigung der DDR, Vorlesung, Dresden 12.06.1980, VD X/82/80 S. 15-19 sowie
"DV 30/78" (Ebene BDVP - VPB))

Handlungsarten

Es wurde unterschieden nach Handlungsarten, taktischen Methoden und Einsatzformen. In den Handlungsarten, im weitesten Sinne Aufgaben der VPB bei einem Einsatz, wurden die taktischen Methoden und Einsatzformen zur Erfüllung der Aufgabe verwirklicht.

Handlungsarten waren:

Die Einheiten handelten grundsätzlich nicht selbständig, sondern wurden einem Leiter eines VP-Kreisamtes, in Berlin einem VP-Revier, für die Dauer eines Einsatzes unterstellt. Die Wehrpflichtigen durften nicht einzeln eingesetzt werden und wurden durch den Gruppenführer geführt. Siehe auch:
VPB Ordnungseinsatz

Ausbildung

Die Ausbildung in den VP-Bereitschaften wurde auf der Grundlage des Befehls des Ministers des Innern und Chef der "DVP Nr. 062/..." organisiert.

Ausbildung in den Kasernierten Einheiten des MdI

Die Ausbildung in den Kasernierten Einheiten des MdI beinhaltete :

Politschulung

Sie wurde auf der Grundlage der Direktive 3/.. sowie weiterer Weisungen und Befehle organisiert und durchgeführt. An zwei Tagen (2x8 Stunden) wurde eine Politschulung nach dem Thema der Schulungshefte der NVA durchgeführt. Der Schulungsgruppenleiter (Zugführer im Alter zwischen 21- 26 Jahren) mühte sich eine Diskussion herbeizuführen, wobei ihm die auferlegte Thematik oft auch widerstrebte. Die Wehrpflichtigen betrachteten diese beiden Tage als Erholung, auch weil außer echtem Einsatzalarm kein Vorgesetzter sie einzeln für Aufgaben herauslösen durfte.

Einsatzausbildung

Sie gliederte sich auf in: Die Ausbildung wurde in der Wirklichkeit stark reduziert durchgeführt, weil die VP-Bereitschaften als "Dienstleistungskombinate" missbraucht wurden. Im Winter waren sie in den Braunkohlentagebauen eingesetzt und im Sommer im Hafen Rostock oder anderen Betrieben.

Stunden wurden oft doppelt abgerechnet. Abstriche am Umfang der Politschulung durften dennoch nicht gemacht werden. Die Einheiten hatten demzufolge eine geringe Einsatzfähigkeit, weil das 1. Diensthalbjahr nur über Minimalkenntnisse aus der militärischen Grundausbildung besaß. Im Fahndungseinsatz gegen flüchtige Sowjetsoldaten, meißt Fernaufklärer oder Falschirmjäger, gab es dann auch schon mal Tote ( VPB in Rudolstadt). Sobald keine Minusgrade mehr vorherrschten war mindestens täglich ein Sowjetsoldat 'unterwegs' in Richtung Sowjetunion (!).

Gliederung in Abschnitte

Das Ausbildungsjahr begann am 1. November des laufenden Jahres und endete am 31. Oktober des folgenden Jahres.

Die Ausbildungshalbjahre waren wiederum in drei Ausbildungsabschnitte eingeteilt. Einsatzexezieren, Gefechtsschießen (Gruppe, Zug, Kompanie im Angriff und in der Verteidigung am Tag und in der Nacht und taktische übungen.

Je Ausbildungshalbjahr wurden ca. 1.000 Stunden, davon für Ausbildung 500 Stunden zugrunde gelegt. Die tägliche Ausbildungszeit betrug 7 Stunden mit anschließendem Mittagessen (14.30 Uhr). An Sonnabenden wurden 5 Ausbildungsstunden durchgeführt.

Ausbildung von Ausländern und Auslandseinsatz

Offiziere der VP-Bereitschaften waren als Militärberater im Ausland eingesetzt. So war z.B. 1974 Oberstleutnant d.VP M. in Südjemen; zur Bekämpfung regierungsfeindlicher Gruppen. 1980 wurden zwei Nikaraguaner an der Offiziershochschule Dresden auf dem Truppenübungsplatz Kroppen durch Oberstleutnant d.VP L. ausgebildet.

Aus- und Weiterbildung außerhalb der Kasernierten Einheiten des MdI

Abkürzungen in der Tabelle
Org Einrichtung Ort Fachrichtung Bemerkungen
NVAMilitärakademie Dresden Mot.-Schützen- u.Panzer-Kdr., Polit.Arbeit, Rückw.Sicherstellg. Kommandeure, Stabschefs, Stellv.Kdr. für Polit.Arbeit u. Stellv.Kdr. für Versorg.
NVAOHS-Landstreitkräfte Löbau Pionier-, Luftabwehr- u. KCB-Abw.-Offz. anschließend Einführungskurs - OHS-Bereitschaften
NVAMilitärmedizin.Sektion Greifswald Truppenärzte je Garnision ein Truppenarzt, anschließend Einführungskurs - OHS-Bereitschaften
KGBOHS-Innere Truppen Moskau Innere Truppen Weiterbildg. Absolventen Militärakademie d.NVA (n. 5 J.)
DVPVersorgungsschule Bautzen Waffen, Kfz, B/A Unterführer, Offiziere Kurzlehrgänge

Bewaffnung

Schützenwaffen

Artillerie-, Luft- und Panzerabwehrwaffen

Schützenpanzerwagen

Uniformierung

Tätigkeit des Abwehroffiziers des MfS

Der Abwehroffizier sammelte mit Hilfe von IM's (Informelle Mitarbeiter) Informationen über alle Angehörigen des Truppenteils. Auf jedem Unterkunftszimmer (bis 16 Personen) waren mindestens zwei IM's rekrutiert. Er hatte keinerlei Befehlsbefugnisse gegenüber den Wehr-pflichtigen, einschließlich Offiziere. Er konnte gegenüber dem Kommandeur nur Empfehlungen aussprechen. Dieser mußte sich nicht daran halten, wurde aber von seinem Vorgesetzten disziplinarisch gemaßregelt, wenn die in der Empfehlung benannte Person ein Vorkommnis( Verstoß gegen Vorschriften) tätigte.

Die Abwehroffiziere wurden unter den Offiziersschülern in Dresden als IM's (Spitzel) angeworben und nach Ernennung zum Leutnant der VP ein halbes Jahr ausgebildet. Anschließend nahmen sie den Dienst in einer VP-Bereitschaft auf (Dienstuniform der VPB's, Dienstbuch MfS).


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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