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Viertaktmotor

Hubkolbenmotor, der den Kreisprozess in vier Takten bewältigt. Ein Takt ist die Bewegung des Kolbens vom Stillstand in eine Richtung bis zum erneuten Stillstand. Die Kurbelwelle vollführt daher eine halbe Umdrehung während eines Taktes.

Folgender Ablauf beschreibt den Viertaktprozess:

Pro Zylinder gibt es mindestens ein Einlass- und ein Auslass-Ventil, aber auch 3 oder 4 Ventile pro Zylinder sind gängig. 4-Ventil-Motoren gelten als leistungsstärker, weil der Gasaustausch leichter stattfindet. So genannte 16-V-Motoren sind meist 4-Zylinder-Motoren mit je 4 Ventilen pro Zylinder.

Das Steuern der Ventile geschieht über die Nockenwelle. Diese wird von der Kurbelwelle angetrieben. Liegt die Nockenwelle unten, werden die Ventile über so genannte Stößelstangen angetrieben. Diese können entfallen, wenn die Nockenwelle oben liegt (OHC-Motor), dann werden entweder nur Kipphebel benutzt oder die Ventile direkt angesteuert. Andererseits braucht eine bzw. zwei (=DOHC double overhead camshaft) obenliegende Nockenwelle einen Antrieb über eine Steuerkette oder einen Zahnriemen, ermöglicht aber die optimale Brennkammerform des halbkugelförmigen Zylinderkopfes.

Vorteil ist ein sehr geordneter Gaswechsel durch die quasi perfekte Trennung von Frischgas und Abgas. Nachteil ist eine (zumindest theoretisch) geringere Leistungsdichte als bei Zweitaktmotoren oder Kreiskolbenmotoren.

Viertaktmotoren dominieren heute im gesamten Automobil- und Motorradbau, wenn man von Kleinstmotorrädern mit bis zu 50 cm³ einmal absieht.


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