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Tremor

Der Begriff Tremor ist besser bekannt als rythmisches Muskelzittern.

Es sind verschiedene Arten des Tremors bekannt, die sich z. B. durch Frequenz und Stärke innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder den Bedingungen -unter denen der Tremor auftritt- unterscheiden.

Arten des Tremors

Der physiologische Tremor

Dies ist die häufigste Form des Zitterns und tritt bei jedem gesunden Menschen auf. Dieser Tremor ist leicht sichtbar z.B. an den Fingern, an körpernahen Gelenken aber kaum. Die Frequenz ist hier niedrig und wird als nicht pathologisch angesehen.

Der verstärkte physiologische Tremor

Tritt bei manchen Menschen als Form des physiologischen Tremors auf und ist als Folge eines Reizes, (z.B. Schmerz, Koffein, Angst, Kälte, Muskelüberanstrengung ) deutlich sichtbar, meist bei Haltebedingungen des Muskels und kann medikamentös behandelt werden, sofern nötig. Meist findet sich aber auch hier keine krankhafte Ursache. Dieser Tremor ist meistens reversibel, wenn der auslösende Reiz nicht mehr vorhanden ist.

Der essentielle Tremor

Dieser ist eine neurologische Bewegungsstörung, dessen Ursache noch nicht genau geklärt wurde. Der Essentielle Tremor tritt als chronischer Zustand auf und ist gekennzeichnet durch unfreiwillige und unkontrollierbare Muskelkontraktionen. Meist sind die Hände von dieser Form des Tremors betroffen.

Der orthostatische Tremor

Er gehört zum Essentiellen Tremor, kann von diesem jedoch klar abgegrenzt werden. Er tritt im Stehen auf, selten auch beim Gehen. Das kann soweit gehen, dass die Betroffenen stürzen. Einmal angefangen, eskaliert der Orthostatische Tremor derart, dass das Zittern auch auf den ganzen Körper übergeht.

Der aufgabenspezifische Tremor

Tritt häufig bei professionellen Musikern und Sportlern auf, bei denen durch die hoch spezialisierte motorische Beanspruchung oftmals die Grenzen der Koordinationsfähigkeit erreicht werden. Diese Art des Tremors tritt aber nur bei sehr spezialisierten Tätigkeiten auf.

Der psychogene Tremor

Bei dieser Art des Tremors handelt es sich um plötzlich auftretende Tremorattacken, die so plötzlich wie sie aufgetreten sind auch wieder verschwinden. Er konnte bei Rückkehrern aus dem 1. Weltkrieg beobachtet werden.

dystoner Tremor

Dieser Tremor ist gekennzeichnet durch eine Fehlfunktion bei der Kontrolle von Bewegungen. Der Betroffene leidet unter plötzlich auftretenden Fehlbewegungen und Verkrampfungen der Muskulatur, die sehr schmerzhaft sein kann.

Parkinson Tremor

Er tritt auf wenn der Patient die betroffenen Körperregionen nicht bewegt und wird auch Ruhetremor genannt (siehe auch: Parkinson).

Behandlung

Medikamentös

Da die Ursache für den essentiellen Tremor noch unbekannt ist, gibt es auch kein Medikament, das speziell für die Behandlung entwickelt wurde. Einige Medikamente, die für andere Krankheiten entwickelt wurden, haben ihren Nutzen aber auch in der Tremor-Therapie gezeigt. Jedoch stellt die Behandlung immer eine symptomatische Therapie dar.

Chirurgisch

Ein Tremor kann auch chirurgisch behandelt werden. Der chirurgische Eingriff erfolgt am Gehirn, immer auf der gegenüberliegenden Seite der Tremorsymptome. Der Eingriff kann auch auf beiden Seiten vorgenommen werden, wenn der Patient den Tremor beidseitig hat.

Weiterführende Literatur

Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie
Herausgegeben von: H. C. Diener und W. Hacke
ISBN 3131324120
Gebundene Ausgabe - 450 Seiten - Thieme, Stuttgart

Warum zittern Sie denn so?
Der Essentielle Tremor - eine neurologische Bewegungsstörung
Herausgegeben von: Gabi Wittland
ISBN 3-00-012092-0
Paperback - 192 Seiten - DIN A5 - Offset-Druck
Verlag: Gabi Wittland


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.