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Transzendental
Kant fragt nicht nach den Objekten der Erkenntnis, sondern nach der dem Subjekt
innewohnenden Befähigung, dem Erkenntnisvermögen, seinen Möglichkeiten und Grenzen.
Transzendental nennt er "die Untersuchung der Möglichkeit einer jeden Erfahrung" -
eine Untersuchung, die sich auf das Erkenntnisvermögen bezieht.
Der Begriff 'Transzendent' hat dagegen den Sinninhalt des Überschreitens aller möglichen
Erfahrung.
Kritik der reinen Vernunft
Das grundsätzlich aller Erkenntnis vorangehende Vermögen heißt Vernunft. Die
Transzendentalphilosophie enthält als ein "System aller Prinzipien der reinen Vernunft" nur
rein apriorische Begriffe und Grundsätze.
Die Metaphysik, die gleich einer Wissenschaft die Quellen und Grenzen der reinen
Vernunft ergründet, heißt "Kritik der reinen Vernunft".
Alle Erkenntnis ist subjektiv und endlich und ermittelt nicht die Dinge an sich. Ihr Gegenstand ist lediglich die sinnlich wahrnehmbare Welt der Erscheinungen (Phänomene). Die Verstandesbegriffe geben der Wahrnehmung die formale Struktur und ermöglichen damit erst deren Erkennbarkeit, indem sie das eigentliche Erkenntnisobjekt konstituieren. Bestimmungen wie Notwendigkeit und Allgemeinheit entspringen den Kategorien des Verstandes, nicht der Wahrnehmung. Die Verknüpfung der Gedankenbestimmungen heißt Urteil. Diese synthetische Leistung wird vom Selbstbewusstsein erbracht.
Ich bin mir selbst ein Gegenstand der Anschauung und des Denkens ist ein synthetischer Satz a priori und der Grundsatz der Transzendentalphilosophie. (Kant in "Vorlesungen über Metaphysik")
Mit der erkenntniskritischen Methode, in der das Subjekt sich reflexiv zum eigenen Objekt der Betrachtung macht, wird Kant zum Ideengeber des deutschen Idealismus.
Siehe auch: Transzendentale Methode, Kant (Artikel), Philosophie
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |