Unter Transformation (Umformung) versteht man allgemein die Veränderung der Gestalt bzw. Form in eine andere ohne Verlust der Substanz. Speziell bedeuten Transformationen
Bei Bakterien: die Aufnahme von DNA. Diese kann aus inaktivierten Bakterien oder Viren oder von einem lebenden Bakterium (oder Virus) stammen. Das Phänomen wurde zum ersten Mal 1928 von Griffith beschrieben. Im Labor wird reine DNA zu Bakterien gegeben, welche diese dann aufnehmen. Transformation ist (neben Transduktion und Konjugation) eine der drei Möglichkeiten der Übertragung genetischer Information von Bakterium zu Bakterium.
In der Zellkultur: Die Veränderung von normalen Zellen zu Krebszellen
die Umwandlung von Plan- in Marktwirtschaften; siehe Transformismus;
die Veränderung von Industrie- zur Dienstleistungs- bzw. von der Dienstleistungs- zur Informationsgesellschaft; siehe Transformationsgesellschaft.
die schrittweise Umwandlung eines politischen Systems, beispielsweise von einer Autokratie in eine Demokratie, aber auch in alle anderen möglichen Richtungen.
in der Betriebswirtschaftslehre die Umwandlung von Produktionsfaktoren in zum Verkauf bestimmte Güter oder Produkte;
in der Dramaturgie bedeutet Transformation die Veränderung eines Protagonisten während einer Geschichte. Dabei steht am Anfang häufig ein großes Problem, das am Ende gelöst wird, z.B. eine Angst, die überwunden wird.
im Küsteningenieurwesen die Verformung fortschreitender Schwerewellen infolge veränderlicher Wassertiefe, durch Hindernisse und Strömungen, siehe Wellentransformation.
im Militärwesen die Fortentwicklung und der Einsatz von Methoden, die militärischen Einheiten einen revolutionären oder asymmetrischen Vorteil verschaffen. Die wichtigste Entwicklung ist hierbei die Konzentration auf kleine und flexible Einheiten, die über Network Centric Warfare miteinander vernetzt sind.
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