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Die meist süßen Weißweine aus dieser Gegend umfassen zwei Weinarten. Die erste ist der Tokajer Samoroder (ung Szamarodni, sl Samorodné), bei dem alle gelesenen Trauben wie üblich gekeltert werden, was einen der deutschen Spätlese entsprechenden Wein ergibt. Die zweite ist der Tokajer Ausbruch (ung. aszú/asszú, sl. výber/asu). Für diesen werden jedem Fass (Göncer Fass zu 136 l) Jungwein 2 bis 6 Butten (ung. puttony, sl. putňa) zu 25 kg Maische von gesondert ausgelesenen Trockenbeeren zugegeben. Nach der Vergärung und Lagerung (mindestens 4-8 Jahre, je nach Buttenzahl) in kleinen Holzfässern in speziellen unterirdischen Kellern entstehen so edelsüße Weine mit bis zu 18 Volumenprozent Alkohol und einem hohen Zuckeranteil. Erzeugnisse des Aszú sind vor allem der 3- bis 6-buttige (ung. puttonyos, sl. putňový) Aszú, der Aszú-Esszencia (ist konzentrierter als übliche Aszú Sorten, da weniger Jungwein hinzugefügt wird) und der Natúr-Esszencia (der wahre echte Aszú, die erste Pressung der handgelesenen Bottrytis-Trauben ist nicht im Handel erhältlich und meistens den Winzern vorbehalten).
Nur die Weinart Ausbruch darf in ihrem Namen die Bezeichnung Tokaji (ungarisch) bzw. Tokajský/-á/-é (slowakisch) verwenden. Alle anderen Weine tragen üblicherweise nur die Bezeichnungen ihrer Rebsorten: Lindenblättriger (ung. Hárslevelü, sl. Lipovina), Furmint und Gelber Muskateller (ung. Sárga-Muskotály, sl. Žltý Muškát). Im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch auch letztere Weine als Tokajer (Tokaier) bezeichnet.
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