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1 Frühe Jahre - Blue Thumb/ABC-Periode (bis 1978) 2 Superstars - Planet/RCA-Periode (1978-85) 3 Diskographie 4 |
Frühe Jahre - Blue Thumb/ABC-Periode (bis 1978)
Die Schwestern wuchsen als Töchter des Prediger-Eherpaares Elton und Sarah Pointer in West Oakland, Kalifornien, auf. Ab 1971 begannen sie professionell aufzutreten und unterstützen als Backup-Gruppe viele Stars in den Aufnahmestudios der kalifornischen Westküste: Elvin Bishop, Esther Phillips, Taj Mahal, Alice Cooper. 1972 nahmen sie für das Atlantic-Label ihre ersten beiden Singles auf, die allerdings keinen Erfolg hatten. 1973 unterzeichneten sie einen Vertrag bei Blue Thumb und konnten mit ihrem Debüt The Pointer Sisters den internationalen Durchbruch verzeichnen. Ihr großer Auftritt am 15. Mai 1973 im Troubadour in Los Angeles sorgte für Furore und die Mischung aus 40er Jahre-Jazz, Big Band und Funk-Elementen kam blendend an. Der erste Hit der Sisters Yes We Can Can, eine feurige Mischung aus Funk und R&B, platzierte sich in den USA auf Platz 12 der R&B-Charts und auf Platz 11 der Pop-Charts.
Der ausgefallene Gesang, der streckensweise ins Hysterische abgleiten kann, sorgte in den folgenden Jahren immer wieder für Hits und Überraschungen: Das ausgezeichnete Album That's A Plenty, randvoll mit nostalgischen Klassikern wie Black Coffee oder Salt Peanuts, enthielt mit Fairytale auch eine authentische Country-Nummer, die 1974 auf Platz 13 der US-Charts klettern konnte. Außerdem schafften die Pointer Sisters den Sprung in die Country-Charts, gewannen den Grammy für "Best Country Vocal Perfomance by a Duo or Group" und durften in Nashville in der Grand Ole Opry auftreten. In allen Bereichen sind sie nach wie vor die einzige schwarze Gruppe, denen dies gelang.
How Long (Betcha' Got A Chick On The Side), wiederum funky, versorgte die Pointer Sisters 1975 mit ihrem einzigen Nummer-eins-Hit in den Charts (R&B). Im gleichen Jahre wurden sie auch in Deutschland ausgezeichnet: Die deutsche Phono-Akademie verlieh ihnen den Preis für das "beste internationale Nachwuchsensemble". Bis 1977 blieben sie ihrem Nostalgie-Kurs und der Plattenfirma Blue Thumb treu. Ein langwieriger Tantiemenprozeß mit der Firma, ein Nervenzusammenbruch von June und der Flop des Albums Having A Party verursachte vorrübergehend einen empfindlichen Karriereknick. Bereits Anfang 1978 verließ Bonnie die Gruppe um bei Motown eine Solo-Karriere zu starten. Mit Heaven Must Have Sent You hatte sie noch im gleichen Jahr einen großen Hit, konnte diesen aber nicht wiederholen, unter anderem weil es wieder Ärger mit der Plattenfirma gab.
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