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1979 veröffentlichen The Cure ihr erstes Album "Three imaginary
Boys". Die Band probiert hier noch verschiedene Stilrichtungen
aus. Prinzipiell steht es zwischen dem Punk der 70er Jahre und dem
New Wave der 80er Jahre. Die erste Single "Killing an arab", die nichts
mit Ausländerfeindlichkeit zu tun hat, sondern nach der Lektüre von
"The Stranger" des Existentialisten Albert Camus entstand, wird von
der Musikzeitschrift New Musical Express (NME) zur Single der Woche erhoben
und machte den berühmten DJ John Peel auf die Band aufmerksam. "Three
imaginary Boys" erreichen Platz 44 der englischen Charts. Es folgt die
eingängige Rock-Single "Boys don't cry", die bereits von den
songschreiberischen Qualitäten Smiths kündet. Die dritte Single ist
"Jumping Someone's Elses Train" und handelt von Leuten, die sich immer
nach der neuesten Mode richten. Anfang 1980 schiebt Fiction noch das
Album "Boys don't cry" nach, das im Gegensatz zu "Three imaginary
Boys" alle drei Singles enthält.
Für das nächste Album hat Robert Pläne, die bei dem Bassisten
Dempsey auf Widerstände stoßen, woraufhin letzterer die Band
verlässt. Dafür kommt Simon Gallup an den Bass sowie Mathieu Hartley an
das Keyboard. Anfang 1980 erscheint "17 Seconds", das stilistisch
wesentlich geschlossener ist als das Vorgängeralbum. Es ist recht
minimalistisch und kalt instrumentiert; der Hörer bekommt ein Gefühl,
als ob er in einem abgedunkelten, kahlen Raum sitzt. Die Single "A
Forest" wird live immer wieder gegenüber der Studio-Version ausgedehnt
und mit Improvisationen angereichert. Live verwendet Sänger Smith
inzwischen Lippenstift, was zu seinem Markenzeichen wird. Außerdem
hilft Smith bei der Band Siouxie & The Banshees; als Gitarrist aus.
1981 erscheint das dritte Album "Faith"; der Keyboarder Hartley hat
die Band inzwischen verlassen. Nach Angaben von Smith sind es
Todesfälle in seinem Umkreis, die zur depressiven Grundstimmung des
Albums führen. Der Tod und der Glauben sind wiederkehrende Themen des
Werks. Die Single "Primary" ist ein poppiger, treibender Song über
Unschuld und das Älterwerden. Seit dieser Zeit prägt ein
sechsseitiger Fender Bass (eine um eine Oktave tiefer gestimmte
Gitarre) viele Songs von The Cure.
Das 1982er Album "Pornography" stellt einen Höhepunkt in diesem Teil
der Geschichte von The Cure dar. Hypnotisierende Bass-Lines,
schwebende Keyboards, elegische Gitarren-Riffs und die Verwendung einer
Drum-Machine prägen diese Platte. Die Texte sind von Symbolen
durchzogen und wohl überwiegend unter Drogeneinfluss entstanden. Der
Drogenmissbrauch und das anstrengende Tourleben zollen schließlich
ihren Tribut: es kommt zum Streit zwischen Smith und Gallup, die
beiden trennen sich und es sieht nicht danach aus, als ob "The Cure"
noch weiter existieren wird.
Auf das Live-Album "Concert" folgt das Album "The Top", das
Smith, Tolhurst, der schwarze Schlagzeuger Anderson und der Bassist
Thornally einspielen. "The Top" experimentiert mit einer Reihe von
Stilmitteln wie arabisch beeinflussten Melodien und Marsch-Rhythmen. Es
ist sicherlich das "exotischste" Album, das unter dem Namen "The Cure"
erschienen ist.
Zwischendurch veröffentlicht Smith mit dem Banshee-Mitglied Steve
Severin unter dem Namen "The Glove" ein Album, das nach dem
nächtelangen Genuss von Horrorvideos entstand.
Und wieder drehte sich das Rad der Bandbesetzung. Heraus kam die
Konstellation Smith, Porl Thompson (Gitarre), Gallup (wieder zurück am
Bass), Boris Williams (Schlagzeug) und Tolhurst (Keyboards). 1985
veröffentlichten sie das Album "The Head on the door", das sie mit den
Singles "Inbetween Days" und "Close to me" weltweit im so genannten
Mainstream bekannt machte.
Das darauf erscheinende "Standing on the beach" beinhaltet alle bis dahin
erschienen Singles. Die Kassettenversion enthält außerdem alle
zugehörigen B-Seiten. Die Kassettenversion von "Faith" enthielt
übrigens das 23-minütiges Instrumental "Carnage Visor"; auf der
B-Seite der Kassette von "Concert" gab es "Curiosity - Cure
Anomalies", eine Reihe von bemerkenswerten Live-Version und zwei
unveröffentlichte, nur live gespielte Songs.
1987 veröffentlichen The Cure das Doppel-Album "Kiss me kiss me kiss
me", welches eine stilistische Vielfalt bei hoher Qualität bildet: vom
gitarrenlastigen Opener "Kiss", über das balladeske "How beautiful you
are", dem Saxophon-getriebenen "Icing sugar", dem funkigen "Hot Hot
Hot" zur perfekten Pop-Single "Just like heaven" reicht das Repertoire
und darüber hinaus.
Im Jahr 1989, Smith wird 30, kommt das wohl stärkste Album von The
Cure heraus: "Disintegration". Stilistisch geschlossen und
melancholisch getränkt schaut Smith zurück und auch nach
vorn. Singles wie "Pictures of you", "Lullaby", "Love Song" und das
treibende "Fascination Street" stürmen die Charts. Tolhurst steht zwar
noch im Booklet, legt aber wohl kaum noch Hand an. Dafür kommt Roger
O'Donnell in die Band. Später verlassen jedoch sowohl Tolhurst als
auch O'Donnell die Band. Dafür kommt der langjährige Roadie Perry
Bamonte ans Keyboard. Von der Tour zum Album kommt später das
Live-Album "Entreat" heraus.
1991 erscheint "Mixed Up", ein Doppel-Album mit Remixen diverser
Cure-Songs.
Ein Jahr später veröffentlich die Band das "Wish"-Album. Es ist
wesentlich rockiger als "Disintegration"; das Spektrum reicht vom
gitarrenlastigen Opener "Open", über Pop-Singles wie "High" und
dem Party-Song "Friday I'm Love" zur federleichten Ballade "To Wish
Impossible Things".
Dann wird es eine Weile ruhiger um die Band. Williams und Thompson
gehen und hinterlassen eine Lücke. (Thompson spielt zunächst als
Gitarrist bei Page und Plant) Für Thompson wechselt Bamonte von den
Tasten an die Gitarren, ein neuer Schlagzeuger wird per Anzeige
gesucht.
Dies ist auf dem nächsten Album "Wild Mood Swings" zu verfolgen: die
verschiedenen Songs werden mit verschiedenen Drummern
eingespielt. Schließlich entscheidet sich die Band für den jungen
Cooper. Das Album selbst wird gemischt aufgenommen. Wieder gibt es
eine gewisse Breite, vom bohrenden "Want" über die Pop-Single "Mint
Car", der Ballade "Bare" zum nachdenklichen "Jupiter Crash".
Ende 2001 beendet The Cure mit "Greatest Hits" den Plattenvertrag mit Fiction/Polydor. Die Platte stellt nach Aussagen Smiths einen Kompromiss dar: Seine Plattenfirma hätte sie sowieso früher oder später herausgebracht. Da sie noch unter Vertrag standen, hatten sie wenigstens Mitspracherechte. So finanzieren sie die Bonus-CD, die Akustik-Versionen der Hits enthält, selbst, um den Fans einen Mehrwert zu bieten.
Im Juni 2003 erscheint die DVD "Triology", die den Mitschnitt eines Live-Konzerts in Berlin enthält, bei dem die drei Alben "Pornography", "Disintegration" und "Bloodflowers" in voller Länge und chronologischer Reihenfolge gespielt wurden. Die Band benutzt dabei zumeist die Instrumente, die zum Einspielen der Originalaufnahmen genutzt wurden.
Zur gleichen Zeit unterschreiben The Cure einen Vertrag bei "I AM Records", dem Label des Produzenten Ross Robinson, der als Entdecker und Förderer von Bands wie Korn und Limp Bizkit gilt. Dass vor allem junge Bands wie Interpol oder Mogwai The Cure in Interviews immer wieder als großen Einfluss bezeichnen führt gegen Ende des Jahres zu einem regelrechten Hype um die Band, der wohl auch dazu führt, dass Robert Smith im Oktober den "Inspirational Award" der britischen Musikzeitschrift "Q" entgegennimmt - und bei der Verleihung Standing Ovations erfährt.
Anfang 2004 beginnen die Aufnahmen für das neue Album in London, das ebenfalls von Ross Robinson produziert wird. Kündigte Smith im Vorfeld das "härteste Album aller Zeiten" an, so zeigt die sich mittlerweile schon im Umlauf befindliche Promo-Single "The End of the world" eher die Hinwendung zu poppigeren Gefilden an, wenn auch im für Cure ganz ungewohnten Alternative Rock Gewand.
"The Cure", wie das neue Werk voraussichtlich heißen wird, soll 14 Songs enthalten und am 28. Juni 2004 erscheinen.
Bandgeschichte
Von 1978 bis 1982 - Die düsteren Jahre
Im Jahr 1978 steht die Band bestehend
aus dem 1959 geborenen Robert Smith (Gesang und Gitarre), Porl
Thompson (Gitarre), Michael Dempsey (Bass) und Laurence ("Lol")
Tolhurst (Schlagzeug) zunächst unter dem Namen "Easy Cure" beim
Hansa-Label unter Vertrag, der jedoch schnell wieder gelöst
wird. Chris Parry bietet der Band einen Vertrag unter seinem eigenen
Label "Fiction Records" an. Die Band, inzwischen ohne Thompson, willigt ein
und ändert zudem ihren Namen in The Cure.Von 1983 bis 1987 - Die Hinwendung zum Pop
Doch es kommt anders. Radikal ändert sich der Sound von The Cure. Es folgen einige recht
poppige Singles wie "Let's go to bed", "The Walk" und das jazzige
"The Lovecats", die alle zusammen auf dem Album "Japanese Whispers"
vereint werden. Auf den darauf ebenfalls enthaltenen B-Seiten der
Singles muss die sonnig-fröhliche Stimme teilweise jedoch wieder einer
etwas ernsteren Stimmung Raum lassen.Von 1988 bis 1999 - Höhepunkt der Karriere und Konsolidierung
Im Jahr darauf heiratet Smith seine langjährige Freundin Mary Poole.Ab 2000 - Ein neuer Start
Im Jahr 2000 veröffentlicht die Band ein neues Album:
"Bloodflowers". Smith wird 40 und wieder hält er Rückschau und fragt
sich, was da kommen mag. Musikalisch gibt es mehr akustische Gitarren
zu hören. Und wer The Cure kennt, sollte auch nicht über die
Spiellänge von über 11 Minuten des Songs "Watching me Fall" verwundert
sein. Es ist diesmal kein Album, auf dem sich Hit-Singles befinden,
sondern das sich weitestgehend kohärent gibt. Und die Tour macht der Band soviel
Spaß, dass sie weitere Pläne schmieden...Diskografie
Studioalben
Compilations
Livealben
Ehemalige Bandmitglieder
Mit Texten, einem unveröffentlichten Song, Gitarren-Noten, Video-Broadcasts von Studioaufnahmen und vieles mehr...
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