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Thallium

Thallium ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Tl und der Ordnungszahl 81. Das weiche, graue, dem Blei sehr ähnliche Metall ist äußerst giftig.

Eigenschaften
Quecksilber - Thallium - Blei
In
Tl
Uut  
 
 

Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Thallium, Tl, 81
Serie Metalle
Gruppe, Periode, Block 13 (IIIA), 6, p
Dichte, Mohshärte 11850 kg/m3, 1,2
Aussehen silbrig weiß
Atomar
Atomgewicht 204,3833 amu
Atomradius (berechnet) 190 (156) pm
Kovalenter Radius 148 pm
van der Waals-Radius 196 pm
Elektronenkonfiguration [Xe]44f14 5d10 6s2 6p1
e- 's pro Energieniveau 2, 8, 18, 32, 18, 3
Oxidationszustände (Oxid) 3, 1 (leicht basisch)
Kristallstruktur hexagonal
Physikalisch
Aggregatzustand (Magnetismus) fest
Schmelzpunkt 577 K (304 °C)
Siedepunkt 1746 K (1473 °C)
Molares Volumen 17,22 · 10-3 m3/mol
Verdampfungswärme 164,1 kJ/mol
Schmelzwärme 4,142 kJ/mol
Dampfdruck 5,33 · 10-6 Pa bei 577 K
Schallgeschwindigkeit 818 m/s bei 293,15 K
Verschiedenes
Elektronegativität 1,62 (Pauling-Skala)
Spezifische Wärmekapazität 129 J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit 6,17 · 106/m Ohm
Wärmeleitfähigkeit 46,1 W/(m · K)
1. Ionisierungsenergie 589,4 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 1971 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 2878 kJ/mol
Stabilste Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
203Tl 29,524 % Tl ist stabil mit 122 Neutronen
204Tl {syn.} 3,78 y Beta-
Epsilon
0,764
0,347
204Pb
204Hg
205Tl 70,476 % Tl ist stabil mit 124 Neutronen
SI-Einheiten und Standardbedingungen werden benutzt,
sofern nicht anders angegeben.

Inhalt
1 Eigenschaften und Verhalten
2 Anwendungen
3 Geschichte
4 Quellen
5 Verbindungen
6 Giftwirkung
7

Eigenschaften und Verhalten

Frische Schnittflächen dieses weichen und hämmerbaren Metalls sind hochglänzend, nach kurzer Zeit überziehen sie sich mit einem blaugrauen Oxidfilm. In feuchter Luft und Wasser bildet sich Thallium(I)-hydroxid. In Alkalilaugen ist es unlöslich.
Mit
Halogenen reagiert es schon bei Zimmertemperatur.
Im Gegensatz zu den leichteren Gruppenmitgliedern kommt Thallium überwiegend in der Oxidationsstufe +1 vor, aber auch +2 und +3 sind möglich. Daher kann Thallium als Begleiter in vielen verschiedenen Mineralien vorkommen.

Anwendungen

Geschichte

Thallium (
griechisch "thallos" für grüner Trieb oder grüner Spross) wurde 1861 in England von Sir William Crookes spektroskopisch im Bleikammerschlamm einer Schwefelsäurefabrik anhand der charakteristischen grünen Spektrallinie (bei 535 nm) entdeckt. Zur gleichen Zeit gelang dem Franzosen Auguste Lamy die Darstellung des Metalls auf elektrolytischem Wege.

Quellen

Thallium ist keineswegs ein seltenes Element. Es gibt aber nur ganz wenige Mineralien mit einem hohen Thalliumgehalt wie das Crookesit (Schweden und Russland), dem Lorandit (USA) und dem Hutchinsonit. Die überwiegende Menge ist als Begleitelement in kaliumhaltigen Tonen, Böden und Graniten enthalten.
Zur Bedarfsdeckung ist die anfallende Menge aus der Verhüttung von Kupfer, Blei, Zink und anderen sulfidischen Erzen ausreichend.

Metallisches Thallium wird meist durch Ausfällen mit Zink gewonnen.

Verbindungen

Giftwirkung

Thallium und thaliumhaltige Verbindungen sind hochgiftig und müssen mit größter Vorsicht gehandhabt werden.
Die tödliche Dosis für Erwachsene beträgt ca 1 g. Wesentlich geringere Mengen lösen aber schon psychische oder neurologische Störungen (wie z. B. Lähmungen) aus, die auch dauerhaft zurückbleiben können.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.