Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste


Tataren

Tataren (Eigenbezeichnung: Tatarlar) ist seit dem Mittelalter eine Bezeichnung für verschiedene Völker und Bevölkerungsgruppen und Völker. Heute wird dieser Name vor allem für ein Turkvolk gebraucht, das in vielen Teilen Russlands, insbesondere in der Republik Tatarstan lebt.

Inhalt
1 Tataren - ein Name für viele Völker
2 Tataren im eigentlichen Sinne
3 Unterteilungen der Tataren (im engeren Sinne)
4 Bevölkerungszahl
5 Geschichte

Tataren - ein Name für viele Völker

Leider wird der Name Tataren (eine ältere Namensform gibt auch Tartaren vor) in vielen verschiednen Zusammenhängen gebraucht. (Vergleiche hierzu die englischsprachige Wikepedia-Version.) So wurden und werden als Tataren bezeichnet:

Tataren im eigentlichen Sinne

Die eigentlichen, sich auch selbst so bezeichnenden Tataren leben heute fast überall in
Russland und den GUS-Staaten. Sie sprechen tatarisch und in der Regel auch Russisch und sind überwiegend Muslime oder Nachfahren von Muslimen. Ein wichtiger Kern ihres Siedlungsgebietes sind Tatarien und Baschkirien.

Unterteilungen der Tataren (im engeren Sinne)

(Zahlenangaben für Astrachaner, Kasimover und Mäscher sind Schätzungen von ausgehend von älteren Zahlen)

Bevölkerungszahl

In der Russischen Föderation lebten (1989) 5,552 Mio. Tataren, in der damaligen Sowjetunion 6,6487 Mio. Tataren. 1989 betrug die tatarische Bevölkerung Tatarstans 1,7654 Mio. Menschen; in Baschkortostan lebten neben den nicht zu den Tataren gehörenden Baschkiren 1,1207 Mio. Tataren.

Geschichte

Die Tataren (oder Turkotataren) können als Nachfahren von Wolga-Bulgaren, Kiptschaken, Finno-ugrische Völker, Mongolen und Slawen angesehen werden. Ihre eigentliche Geschichte beginnt mit der Goldene Horde im 13. Jahrhundert. Sie waren die Kernbevölkerung der Khanate Kasan, Astrachan, Kasimov und Sibir (Sibirien). Schon im 16. Jahrhundert gehörten fast alle Siedlungsgebiete der Tataren zu Russland.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.