| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
| Inhalt |
|
1 Geschichte 2 Bauarten und Entwicklung 3 Zeitabschnitte und Kultur 4 Fundorte auf Mallorca |
Geschichte
Um 1300 v. Chr entstand auf Mallorca (Isla Baleares) und Menorca mit der Ankunft anderer Völker aus dem östlichen Mittelmeer neue Konstruktionen, die zusammen mit einem neuen Sozial- und Wirtschaftssystem den letzten und reichsten Abschnitt der Vorgeschichte der Balearen einleitet - die Talayot-Kultur. Der Name Talayot, der volkstümlichen Ursprungs war und dem katalanischen Wort 'talia' für Wach- oder Beobachtungsturm entsprach, ist zum wissenschaftlichen Begriff geworden.
Bauarten und Entwicklung
Das charakteristische Element dieses Zeitabschnittes ist der Talayot, eine Bauart in Form eines Turms mit mittlerer Kammer, wobei die Zyklopen-Technik benutzt wurde.
Der Grundriss kann sowohl rund, viereckig oder die Form eines umgestülpten Schiffes (navetes) sein, mit einem offenen Zugang in einer der Mauer. Die Kammern wurden durch Aufschichtung von Steinblöcken geschlossen oder mit grossen Steinplatten bedeckt, die auf den Seitenwänden und auf einer Mittelsäule ruhten. Es gab auch Abdeckungen eines kombinierten Systems von Steinen und Schlamm, getragen durch Baumstämme. Einige Talayots, besonders die mit viereckigen Grundriss, hatten übereinander gebaute Etagen oder Stockwerke und wurden als Beobachtungstürme benutzt. Innerhalb der baulichen Einheit gab es viele Einzelvarianten.
Die Hauptbestimmung der Talayots ist bis heute noch nicht völlig geklärt zu welchem Zweck sie gebaut wurden. Ohne Zweifel gilt, dass sie unter anderem Wohnstätten waren und das Stammesoberhaupt der Siedlung beherbergte.
Die ersten Jäger und Krieger aus dieser Zeit wahren die Steinschleuderer Els Foners Balears die auch der Inselgruppe den Namen gaben. Steinschleudern bedeutet im griechischen "diu ballein" und aus "ballein" wurde Baleares.
Um das erste Jahrhundert v. Chr kamen die ersten Einfriedungen aus grossen Steinquadern auf, von denen die Siedlungen zum Teil umgeben sind. Der Wall wurde meist um die bereits schon vorhanden Talayots angelegt (Capocorb Vell, im Gebiet von Llucmajor oder S`Illot, im Gebiet von Sant Lorenç). Bei weiteren Siedlungen wurde der Wall direkt bei dem Bau der Siedlung mit angelegt wie Ses Païsses, im Gebiet von Artà oder Es Rossels, im Gebiet von Felanitx). Die Bautechniken die sich auf den Mittelmeer-Inseln Korsika, Sardinien und Malta befinden sind vergleichbar mit den Siedlungen auf Mallorca.
Zeitabschnitte und Kultur
Fundorte auf Mallorca
Nachfolgende Fundorte sind aufgelistet nach den traditionell Landschaften, Gemarkung comarques genannt, die aber keine politischen Grenzen darstellen: Palma, Tramuntana, Ponent, Llevant, Pla, Raiguer,
Palma y Calvia
Palma, Son Oms (santuario), Son Oms Vell, Son Sunyer, Es Rafal, Cas Quitxero, Navetiforme Alamany, Son Ferrer, Sa Mesquida, Puig de sa Morisca, Son Miralles, Es Fornets, Santa Ponça 6, Turó de ses Beies, Son Boronat, Es PinotellsMigjorn
Son Noguera, Es Pedregar, Capocorb Vell, Cala Pi, Es Cap Sol, Ets Antigors, Na Guardis, Ses Talaies de Can Jordi, Punta des Baus, Son Danús VellEl Pla
Son Coll Nou, Son Fornés, Campanari des Moros, Es Pou Celat, Es Baulenes, Es Velar de Son Herevet, Es Rossels, Son Pou Vell, Son Homar, Es Pujolett, Son Perera Vell, Es Racons, Son Ferragut, Son Corró, Es Turassot, Son Vispó, Binifat, Cas Canar, Son Fred, Sa Vall, Son Peretó, Es Boc Vell, Bellver Ric, Hospitalet Vell, Sa Gruta, Cala Morlanda, S`Illot, Na Pol, N`Amer, Llucamar, PulaEl Raiguer
Son Caulelles, Es Fideïcomís, Alcadena, Can Peladet, Es Picó, S`Ermita, Santa Magdalena, Son Sastre, Crist Rei, GabellíCosta Nordeste
Son Simó, Figuera Rotja, Can Daniel Gran, Can Vidalet, Ternelles, Cala Sant Vinceç, Bóquer, Les Arenes de Formentor, Llenaire, Molí de Vent, Pollentia, Son Bauló, Son Real, Es Figueral de Son Real, Son Marí, Son Serra de Marina, Sa Conova de Morell, Can Blai, Can Pa amb Oli, Ses Païsses, Canyamel, S`Heretat
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |