| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Im Jahre 630 machte sich der chinesische Söldner Il-çe-le von der chinesischen Oberherrschaft unabhängig und nahm nun den Namen "Baga Tarkan" an. Die Türgesch bekamen nun ihr eigenes Khaganat.
Die Türgesch wurden 698 vom Göktürkenreich unterworfen. Dort wurden sie dem Westreich Istämis und in der Folgezeit dem Stammesverband der On-Oq angeschlossen und zerfielen dort in zwei eigenständige Teilreiche:
Namensherkunft
Die Volkszeichnung "Türgesch" führt sich wohl auf das alttürkische Turkyşy (aus "turk" und "kyzy") zurück. Es dürfte sich dabei wohl um eine Verballhornung des alttürkischen Wortes handeln.Geschichte
Im ausgehenden 6. Jahrhundert begründete Su-lu Khagan den Stamm der Türgesch. Er stand jedoch stets unter der (formalen) Oberhoheit Chinas. Die Türgesch gehörten ursprünglich zu den uyghurischen Völkern, die allerdings schon recht starke Bezüge zu den Oghusen hatten.
Bei der Wiedererrichtung des zweiten Göktürkenreiches spielte 681 ein General der Schwarzen Türgesch eine große Rolle:
Der Aschina-Fürst Idat Shad trat als "Türgesch-Khan" auf die Seite der Osttürken in ihrem Kampf um die Freiheit ein. Idat Shad nahm im Kampf gegen die Chinesen der T'ang-Dynastie den Kampfnamen "Karachan" an und damit spielten er und der Stamm der Türgesch eine gewichtige Rolle bei der Entstehung des späteren Karachanidenreiches. Idat Shad wurde auf einer Kuriltai zum Oberhaupt des 2. Gökreiches anerkannt und den Namen Kutluq Ilteris Khagan an. Die zweitmächtigste Person des Reiches wurde dessen Bruder, Bökö Chor.
Im 10/12. Jahrhundert bestand das Reich der Türgesch - es beschränkte sich schließlich nur noch auf den Süden - nur noch formal: Die wahren Herrscher waren die Kara Kitai, der Choresm-Schah und die Uyghuren.
1219/25 wurden die Türgesch von den Mongolen des Dschingis Khan überrannt und dessen Reich angeschlossen.
1226 fielen sie an das Tschagatai-Khanat bzw. an die Orda-Horde und gingen in der Folgezeit in den turkotatarischen Völkern der Kasachen, Kirgisen und Usbeken auf.
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |