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System

Das Wort System (griech σύστημα = Gebilde, das Zusammengestellte, Verbundene) hat verschiedene Bedeutungen - die jedoch alle die "Zusammenstellung" gemeinsam haben. Systematisch geordnet ergeben sich folgende Prinzipien:

Inhalt
1 Bedeutungen des Wortes "System"
2 Allgemeines zu Systemen
3 Erläuterung modellhafter Beispiele
4 Beispiele für Systeme, alphabetisch geordnet
5 Siehe auch

Bedeutungen des Wortes "System"

siehe System (Begriffserklärung)

Allgemeines zu Systemen

Jedes System besteht aus Elementen (Komponenten, Subsystemen), die untereinander in Beziehung stehen. Meist bedeuten diese Relationen ein wechselseitiges Beeinflussen - aus der Beziehung wird ein Zusammenhang.

Ein System in diesem Sinn lässt sich von seiner Umwelt (den übrigen Systemen) weitgehend abgrenzen.

Bei Systemen unterscheidet man die Makro- und die Mikroebene: Auf der Makroebene befindet sich das System als Ganzes. Auf der Mikroebene befinden sich die Systemelemente.

Strukturierung, Eigenschaften und Wechselwirkungen der Elemente auf der Mikroebene bestimmen die Eigenschaften des Gesamtsystems auf der Makroebene.

Die Beziehungen (Relationen) zwischen den Elementen auf der Mikroebene sind Wirkungen sowie Stoff-, Energie- und Informationsflüsse.

Auf der Makroebene lassen sich zuweilen Beobachtungen machen, die aus dem Verhalten der Elemente auf der Mikroebene nicht vorhersehbar sind. (So lassen sich z. B. Konvektionszellen, die beim Erwärmen einer Flüssigkeit entstehen können, nicht aus dem Verhalten einzelner Moleküle der Flüssigkeit ableiten.)

Das System selbst ist wiederum Teil eines Ensembles von Systemen und bestimmt mit ihnen die Eigenschaften eines übergeordneten Systems.

Viele Systemtheoretiker verstehen ein System nicht als realen Gegenstand, sondern als Beschreibung oder Modell der Realität. Diese Beschreibung ist nicht richtig oder falsch sondern mehr oder weniger zweckmäßig.

Die Abgrenzung von Systemen gegeneinander, das Herausgreifen bestimmter Elemente und bestimmter Wechselwirkung und das Vernachlässigen anderer Elemente und Beziehungen ist stets vom Betrachter abhängig, also subjektiv, und dem jeweiligen Untersuchungszusammenhang angepasst. Insofern sind Systeme so wie Modelle nicht real existierende Objekte.

Jede Wissenschaft beschäftigt sich mit Systemen. Jede Wissenschaftsrichtung definiert Systeme aus ihrer Sicht. So kommt es, dass gleiche Begriffe mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt werden. Die Entwicklung einer einheitlichen Systemtheorie ist zur Zeit noch nicht abgeschlossen.

Systemeigenschaften

bei einem System können verschiedene Eigenschaften unterschieden werden:

Systemstruktur

Systemverhalten

Systementwicklung

Systemanalyse

Erläuterung modellhafter Beispiele

Isolierte Systeme

Sie spielen nur eine theoretische Rolle bei der Untersuchung komplexer Systeme und bei der Entwicklung von wissenschaftlichen Theorien und Modellen. Reale Systeme sind stets offene Systeme.

Thermoskanne

In erster Näherung kann eine mit Zitronenlimonade gefüllte Thermoskanne als Beispiel für ein isoliertes System gelten. Ihre Isolation soll so gut sein, dass innerhalb des Bobachtungszeitraumes keine messbare Wechselwirkung (Stoff- und Energieaustausch) mit der Umwelt stattfindet.

offene Systeme ohne Rückwirkung

Zisterne

Sie stellt ein Ein-Speicher-System dar mit dem Füllstand als Zustandsgröße. Von Wasserverlust durch Verdunstung oder Versickerung soll abgesehen werden. (In der Regel sind Zisternen gut abgedichtet und abgedeckt.)

analoge Systeme 1

offene Systeme mit Rückwirkung ohne Rückkopplung über spezielle Informationsbahnen

Hier wirkt jetzt die Zustandsgröße auf die Steuergrößen zurück. Bei positiver Rückkopplung ist diese Rückwirkung direkt proportional, bei negativer Rückkopplung indirekt proportional. Betrachtet man nur Ein-Speicher-Systeme mit einer negativen oder / und einer positiven Steuergröße ergeben sich 9 theoretische Kombinationsmöglichkeiten.

Wasserspeicher

analoge Systeme 2

Aggregation

Eine Positive Rückkopplung der Systemgröße zu einer positiven Steuergröße führt zu einem exponentiellen Wachstum: Je mehr bereits vorhanden ist, desto mehr fließt auch zu.

Beispiel:

Dispersion

Eine negative Rückkopplung der Systemgröße auf eine positive Steuergröße kann zu einem Verteilungsgleichgewicht führen: Je mehr bereits vorhanden ist, desto weniger fließt auch zu.
Beispiele:

Beispiele für Systeme, alphabetisch geordnet

Wichtige Attribute

Siehe auch


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.