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Syrakus

Die Stadt Syrakus (etwa 125.000 Einwohner) liegt an der Ostküste Siziliens (Italien). Die Kernstadt liegt auf der Insel Ortigia (auch: Ortygia).

Syrakus wurde als Pflanzstadt 734 v. Chr durch griechische Siedler aus Korinth gegründet, die die Gegend "Sirako" (d.h. Sumpf) nannten. Der Stadtstaat wurde zu einer größeren Macht im Mittelmeer; Ovid schreibt sogar von mehreren Häfen. Erhalten sind aus der frühen Zeit noch der Apollontempel und der Athenetempel (heute zur Kathedrale umgebaut). Zwischen 600 und 400 v. Chr. beherrschte Syrakus nicht nur ganz Sizilien, sondern besiegte gar 474 v. Chr. die Etrusker auf dem italischen Festland. Zuvor stand Syrakus bereits in voller kultureller Blüte: Dramatiker wie Aischylos, Lyriker wie Pindar, Bakchylides und Simonides versammeln sich in Syrakus. Im peloponnesischen Krieg (427 - 424, 415 - 413) kann sich Syrakus gegen Athen behaupten. Gegen Karthago verliert das Heer Syrakus' 406 v. Chr. Zeitweise herrschte der Tyrann Dionysios. In den punischen Kriegen steht Syrakus, das zuvor sich der Hilfe des Pyrrhos' bedient hatte, auf der Seite Roms. Im zweiten punischen Krieg jedoch - unter der Herrschaft Hierons II auf Seiten Karthagos. Nach Sizilien fällt Syrakus, trotz der Werke Archimedes', dem hier seine Erfindungen (Archimedische Schraube und Satz vom Auftrieb) gelangen, 212 v. Chr in römische Hand.

450 plündern die Vandalen die Stadt. Der erste Eroberungsversuch der Araber 728 schlägt wegen des Ausbrechens der Pest fehl. 878 wird die Stadt schließlich durch arabische Truppen erobert. Wenig später erobern die Normannen die Insel.


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