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Die Ursprungsbedeutung leitet sich von einem antiken Brauch ab: Ein Gast reichte seinem Gastgeber zum Abschied eine zerbrochene Tontafel oder einen Tonring. Sie dienten als Erkennungszeichen bei einem möglichen Gegenbesuch eines Mitglieds aus dem Gastgeberhaushalt bei dem ehemaligen Gast: Durch das Zusammenfügen der bei Bruchstücke konnte sich der ehemalige Gastgeber (oder einer aus seiner Familie) als solcher zu erkennen geben. Der Ring als Symbol weist so über sich hinaus auf die Bedeutung "Freundschaft".
Davon abgeleitet sind Symbole Zeichen, aus denen man etwas schließen oder erkennen kann. Also: Kennzeichen, Wahrzeichen, Abzeichen, Sinnbild, (Erkennungs-)Marke, (Ausweis-)Karte, Bezeichnung. Nicht zu verwechseln mit der Allegorie.
| Inhalt |
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1 In der Philosophie 2 In der Religion 3 In der Politik 4 In der Wirtschaft 5 Im Sport 6 In der Pädagogik 7 Symbolarten 8 Siehe auch 9 Weblinks: |
In der Philosophie
In der Ästhetik (als einer Sparte der Philosophie) ein Erkennungszeichen, einfach in der Form, reich und tief im Sinn. Auf Denk- und Grabmälern nicht unüblich. Beispiel: Der „Lindenbaum“ im Lied „Am Brunnen vor dem Tore“ von Ludwig Uhland. Symbole sind "Produkte bewusster, reifer Erkenntnisleistung (nicht Verdrängung, wie Sigmund Freud und Ernest Jones meinten) durch Repräsentanzen in Form von Worten, Handlungen oder Gesten. Symbole vermitteln, was anders nicht artikuliert werden kann." (Dietrich Ritschl, Zur Logik der Theologie, München 1984, 22).
Symbol bezeichnet ein Gebilde, dem durch eine Gruppe von Menschen ein bestimmter Sinn verliehen worden ist, der nur dieser Gruppe bekannt ist und der über bzw. hinter der sinnlich wahrnehmbaren Erscheinung des Gebildes liegt. Darin unterscheidet sich das Symbol vom Zeichen, das nur meint, was es bezeichnet (z. B. STOP-Schild). Symbole, die ihre über sie hinausweisende Bedeutung einbüßen und zu Zeichen erstarren, nennt man Klischee.
Mit der Symbolik, der Erforschung des Wesens und der Arten der Symbole, hat sich zuerst Ernst Cassirer befasst.
In der Religion
1. Alle Religionen drücken Kerngedanken in Symbolen aus, z.B. das Rad (als Symbol der ewigen Wiederkehr), das leere Grab (als Symbol der Auferstehung), der Weg (als Symbol der Lebensgeschichte oder der Lebensführung).
2. Daneben gibt es in den christlichen Kirchen Glaubenssymbole, das sind Glaubensbekenntnisse. Dies leitet sich von einer zweiten Bedeutung des griechischen Wortes symbolon ab: Vertrag, Übereinkunft. Diese Symbola sind als verbindliche Glaubensurkunden zu verstehen (z.B. das Apostolikum und die Confessio Augustana). Auch eine Zahlensymbolik durchzieht das theologische Denken, deren Grundlage die Drei als Zahl der Dreieinigkeit und der theologischen Tugenden, und die Vier als Zahl der Welt bilden. Es gibt vier Tages- und Jahreszeiten, Himmelsrichtungen, Elemente, Lebensalter, vier christliche Kardinaltugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung, Barmherzigkeit), vier Ströme des Paradieses (Euphrat, Tigris, Pison, Geon), als Männer mit Wasserkrügen z.B. am Taufbecken des Hildesheimer Doms abgebildet. In der Vierzahl kommen auch die großen Propheten und die Evangelisten vor. Drei und vier ergeben addiert sieben, multipliziert zwölf. In der Siebenzahl treten die Tugenden und die freien Künste (artes liberales) auf, zu zwölfen die Monate, die Stämme Israels, die kleinen Propheten, die Jünger Christie.
In der Politik
sind Symbole häufig, (z. B. in Gestalt nationaler Fahnen).
In der Wirtschaft
sind Symbole zumal am Erfolg von Marken beteiligt (z. B. der "Erdal"-Frosch).
Im Sport
Im Wettkampf haben sich etliche Symbole durchgesetzt (z. B. das Gold bei Siegesmedaillen, Silber für den zweiten, Bronze für den dritten, dem vierten bleibt nur die "blecherne" Medaillie).
In der Pädagogik
Hier ist die Symboldidaktik zu nennen.Symbolarten
Siehe auch
Weblinks:
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |