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Swazi

Die Swazi sind eine afrikanische Volksgruppe der Bantu. Sie leben im südlichen Afrika.

Geschichte

Im 19. Jahrhundert gerieten die Swazi immer stärker unter Druck der einwandernden Europäer. Während bei den benachbarten Zulu der Druck von außen zu internen Rivalitäten führte, war bei den Swazi eine gegenteilige Entwicklung sichtbar. Die externe Bedrohung ließ ein eigentliches Netzwerk von engen Bindungen zwischen den einzelnen Häuptlingstümer und Ende der 1840er-Jahre sogar ein Königtum entstehen, welches die Position der Swazi stärkte. Sie konnten ihr angestammtes Territorium zwischen 1856 und 1865 deutlich vergrößern. Ein Jahr später regelten sie in einem Vertrag mit den Buren die Details der Grenze zwischen dem burischen Transvaal und dem Land der Swazi, das allgemein als Swasiland bekannt wurde. Der Frieden hielt zwei Jahre lang. 1868 annektierten die expandierenden Briten Swaziland. Die Swazi gerieten nun immer heftiger unter Druck, einerseits durch einströmende Goldsucher und andererseits durch die militärische Macht der Briten. Bei der Pretoria Convention von 1881 anerkannten die Briten jedoch die Unabhängigkeit Swasilands. Vier Jahre später kehrten die Briten dieser Friedenspolitik bereits wieder den Rücken; sie versuchten mehr Kontrolle über dieses Gebiet zu erlangen. So kam es 1889 zum Sturz des Swazi-Königs durch die Briten. 1895 wurde Swasiland zum Protektorat der durch Großbritannien kontrollierten südafrikanischen Republik erklärt. Die Macht der Legislative, der Rechtsprechung und der Administration ging somit an die Briten über.


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