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Leben
Susan Anthony war eines von vielen Kindern einer liberalen Quäker-Familie. Ihre Familie sah Frauen als gleichberechtigt an und verhalf ihr zu einer - für diese Zeit - guten Ausbildung. Als Lehrerin war sie bald von Ungerechtigkeiten gegen Frauen betroffen: So verdiente sie nur gerade einen Viertel von dem, was ihre männlichen Kollegen bekamen.
1848 kehrte Susan Anthony auf die Farm ihrer Eltern in Rochester zurück. Dort lernte sie viele Aktivistinnen und Aktivisten der damaligen Reformbewegungen kennen. Bald engagierte sie sich in der Temperenz- und Abolitionsbewegung. Obwohl diese vor allem von Frauen getragen wurde, wurden Entscheidungen ausschließlich von Männern getroffen. Bald ging Anthony mit ihrer Freundin, der militanten Frauenrechtlerin Elizabeth Cady Stanton einig, die meinte, dass Frauen sich vor allem der Sache der Frauen widmen sollten.
Mehr als 40 Jahre lang kämpften Anthony und Stanton gemeinsam an der Spitze der amerikanischen Suffragettenbewegung. Die gründeten eine radikale Zeitschrift, The Revolution (Die Revolution), und gründeten 1869 die Organisation National Women Suffrage Association. 1872 wurde Anthony verhaftet, weil sie in ein Wahlbüro eindrang und ihren Wahlzettel einwerfen wollte.
80jährig trat sie als Präsidentin des nationalen Frauenstimmrechtsverbandes zurück, militierte jedoch weiter. Failure is impossible (es kann nicht misslingen) skandierte sie noch zwei Monate vor ihrem Tod an einer Konferenz für Frauenrechte.
Susan B. Anthony erlebte die Einführung des Frauenwahlrechts in den USA nicht mehr. Zu Beginn ihrer "Karriere" als Frauenrechtlerin wegen ihrer Radikalität und Kompromisslosigkeit geschmäht, hatte sie sich über die Jahrzehnte zu einer anerkannten, respektierten und bewunderten Galionsfigur einer starken Bewegung entwickelt.
Sie starb 1906 in ihrem Elternhaus in Rochester. Das bundesweite Frauenwahlrecht wurde 1920 eingeführt.
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