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Im 6. Jahrhundert v. Chr wurde auf dem Gebiet des heutigen Suchumi die griechische Kolonie Dioscurias gegründet. Im römischen und byzantinischen Imperium war die Stadt als Sebastopolis bekannt. Unter osmanischer Herrschaft hieß sie Suchum-Kale und wurde zur Festung ausgebaut. 1810 fiel sie an Russland. Bis 1992 blieb sie eine multikulturelle Stadt, in der neun verschiedene Sprachen gesprochen wurden.
Bis Anfang der 1990er Jahre galt Suchumi als die weiße Stadt am Meer, ein Sommerparadies mit exklusiven Hotels, Cafés, einer lebhaften Künstlerszene. Zugleich beherbergte sie Institute der Russischen, später Sowjetischen Akademie für Wissenschaften, darunter die berühmte Affenzucht-Station, und, von 1945 bis 1954, das von Manfred von Ardenne in Berlin gegründete Forschungslaboratorium für Elektronenphysik, in dem an der Entwicklung der sowjetischen Atombombe geforscht wurde.
1992 bis 1994 wurde Suchumi ein Zentrum des Guerillakampfes zwischen georgischem Militär und abchasischen Freischärlern, der zur Abspaltung Abchasiens von Georgien führte. Es kam zu Massakern an der georgischen Zivilbevölkerung, die schließlich vollständig vertrieben wurde. Griechische und jüdische Einwohner flohen ins Ausland. Seine früheren Wirtschafts- und Wissenschaftsfunktionen hat Suchumi weitgehend eingebüßt. Seine Strandpromenade gleicht einer Ruinenlandschaft.
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