Der Ausdruck Substitution (v. lat. substituere 'ersetzen') bezeichnet allgemein das Ersetzen einer bestimmten Sache durch eine andere. Der Ausdruck findet Anwendung in verschiedenen Fachgebieten, u.a. in der Chemie beim Ersetzen von Atomen, Atomgruppen oder Molekülen zur Schaffung neuer Stoffe und in der Medizin zum Beispiel bei der Gabe von Hormonen oder Blut.
In der Pharmazie bezeichnet Substitution den Austausch eines Medikaments mit einem anderen, unter Beibehalten des Wirkstoffs und der Dosierung. Insbesondere durch die Gesundheitsreform ist der Apotheker angehalten, bei Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung teure Arzneimittel durch günstigere Präparate zu substituieren (so genannte aut idem-Regel). Der Arzt kann eine Substitution durch einen entsprechenden Vermerk auf dem Rezept verbieten.
In den Wirtschaftswissenschaften wird unter Substitution der Ersatz eines Gutes gegen ein anderes verstanden. Sie beruht auf der tagtäglichen Beobachtung, dass, in Abhängigkeit des Preises, Güter in verschiedenen Mengen miteinander kombiniert werden. Bleibt z. B. Tee sehr teuer, Kaffee wird dagegen billig, so findet ein verstärkter Absatz von Kaffee und ein geringerer von Tee statt. In diesem Zusammenhang ist auch die Grenzrate der Substitution von entscheidender Bedeutung, die das marginalanalytische Austauschverhältnis zweier Güter beschreibt. Siehe auch: Produktion, Produktionstheorie
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