| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Die Basilika ist romanischen Ursprungs mit gotischen Zutaten, vor allem aber im Inneren barock geprägt (Fresken unter anderm von Johann Michael Rottmayr). Die Türme wurden in den 1860er Jahren von Friedrich Schmidt im neugotischen Stil umgebaut worden.
Berühmt ist auch die Orgel der Stiftskirche, die von Johannes Freundt (Passau) 1642 errichtet wurde und eines der bedeutendsten Instrumente Österreichs darstellt. Das dreimanualige Instrument wurde 1984 und 1990 durch die Fa. Kuhn restauriert. Das von internationalen Solisten gerne bespielte Konzertinstrument zeichnet sich neben seinem hervorragenden Klang unter anderem auch durch die spezielle Stimmung (a1 = 476 Hz) aus.
In einer Seitenkapelle (der Leopoldskapelle) befindet sich das Grabmal von Leopold III mit dem berühmten Verduner Altar aus 1080 (1330 zum Flügelaltar umgestaltet). Um die Gründung des Klosters spinnt sich die Legende, dass Agnes, die Frau Leopolds III. einmal einem Aussichtspunkt auf dem Kalenberg ihren kostbaren Schleier durch einen Windstoß verloren habe. Er sei jahrelang nicht mehr gefunden worden, bis Leopold eines Tages diesen Schleier auf der Jagd entdeckt habe. Dazu sei Maria erschienen und habe Leopold befohlen, an dieser Stelle ein Kloster zu errichten. In Wirklichkeit ist die Gründung Teil der babenbergischen Erschließung des Donauraums - die Rodung von Wäldern und die Urbarmachung neuer Landstriche wurde hauptsächlich von Klöstern (hauptsächlich Benediktiner, später auch Kluniazenser) vorangetrieben.
Die ganze Anlage wurde im 18. Jahrhundert wesentlich umgebaut. Karl VI wollte das Kloster zu einem Österreichischen Escorial, d.h. zu einer herrschaftlichen Klosterresidenz, umbauen. Man vermutet, dass er damit den Verlust der spanischen Krone kompensieren wollte - wäre sein älterer Bruder Joseph nicht zu Unzeit gestorben, würden wir ihn als Karl III. von Spanien kennen. Geplant war eine quadratische Anlage mit vier regelmäßigen Innenhöfen. 1706 begann Jakob Prandtauer mit ersten Plänen, es wurde jedoch erst gegen 1730 von Donato Felice D'Allio begonnen.
Nach dem Tod Karls VI. geriet da Projekt ins Stocken und wurde die folgenden Jahrzehnte immer schleppender bearbeitet, bis es 1842 nicht mehr weitergeführt wurde. Nur einer der vier Innenhöfe wurde fertig. Von weitem zu sehen sind aber die Kuppeln mit den riesigen Goldkronen, die die Herrschaftstitel des Hauses Habsburg symbolisieren.
Das www.stift-klosterneuburg.at/kunstkultur/stiftsmuseum/ Stiftsmuseum ist bekannt für seine Sammlung mittelalterlicher Kunst.
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |