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Stein SG

Basisdaten
Kanton: St. Gallen
Wahlkreis: Toggenburg
Fläche: 12.24 km²
Koordinaten: 47° 31' 60 n. Br., 7° 57' ö. L.
Höhe: 830-1818 m.ü.M
Einwohner: 409 (01.01.04)
Website: www.stein-sg.ch www.stein-sg.ch

Stein ist eine Gemeinde und Ortschaft im Toggenburg im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Die Gemeinde hat eine Fläche von 12.24 km² und 409 Einwohner (per 01.01.04). Durch Stein fliesst die Wissthur, welche am niedrigsten Punkt der Gemeinde auf 830 m.ü.M in die Thur mündet.

Dorfbrand von 1947

Am 29. März 1947, etwa um 13.15 Uhr, entdeckte jemand wie im gegenüberliegenden "Ochsen" Rauch aufstieg. Weil schon die ganze Woche ein heftig tobender Föhnsturm durch das Tal blies und es schon einige Zeit nicht mehr geregnet hatte, wurde aus dem kleinen, unscheinbaren Räuchlein innert Minuten ein mächtiges Feuer. Verzweifelt versuchte man das Feuer mit Wasserkübeln und der eiligst herbeigeholten Handspritzpumpe zu löschen. Nach kurzer Zeit griff das Feuer auf das "Gasthaus Anker" über. Das Feuer brach im Dorf aus und verbreitete sich in Richtung vordere Laad.

Auch die inzwischen eingetroffene Motorspritze aus Nesslau war machtlos, weil der Wind einen wahren Glutregen durch die Luft fliegen liess. So erfasste das Feuer innert Kürze die umliegenden Häuser: die Bäckerei-Conditorei, den Konsum, die Handlung, das Feuerwehrdepot, zwei Wohnhäuser und zwei Scheunen.

Die zahlreich anrückenden Feuerwehren blieben machtlos. Aber kleine Erfolge gab es trotzdem zu verzeichnen, so gelang es der Feuerwehr, die neuerbaute Milchzentrale vor den Flammen zu retten, obwohl sie in unmittelbarer Nähe zu einem brennende Haus stand. Es brannte nicht nur in Stein, sondern auch in einem höher gelegenen Gebiet oberhalb von Stein und Nesslau, der Laad.

In Stein gab es damals weder eine motorisierte Wasserpumpe, noch Hydranten. Die Feuerwehr musste also noch Schläuche verlegen, bevor sie mit ihrer Handspritzpumpe zu löschen beginnen konnten. Nach einiger Zeit eilte die Feuerwehr Nesslau mit einer Motorspritze herbei, deren Aufgabe war es die neu erstellte Milchzentrale zu halten. Schon bald trafen Ebnat, Kappel (damals noch getrennt, heute Ebnat-Kappel), Wattwil, St.Gallen, Buchs und Rapperswil ein. Die Laader Feuerwehr war mit ihrer Handspritzpumpe ziemlich machtlos gegen das Feuer. Die Kappler Motorspritze konnte das "Gasthaus Speer" in der Laad noch retten, zwei Höfe in der Nähe sind jedoch bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Menschen kamen keine zu Schaden, allerdings konnten nicht alle Tiere aus den Ställen gerettet werden.

Schon am folgenden Palmsonntag nach dem Steinerbrand, strömten Menschenscharen herbei und wollten die Brandstätte besichtigen. Eilends wurde ein Hilfskomitee gegründet, das schon am Sonntag einen namhaften Betrag sammelte. Nebst Geld wurden fleissig Naturalien gesammelt. Die landesweite Sammelaktion brachte insgesamt 930'000 Franken ein, wovon etwa 670'000 Franken für Häuser und Stallbau und der Rest für eine neue Wasserversorgung verwendet wurde.

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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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