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In der Fachsprache der Computertechnik wird eine Standleitung manchmal auch als DDV (Datendirektverbindung) bezeichnet. Die Deutsche Telekom hat den Ausdruck Direktrufnetz geprägt, eine Standleitung wurde als ein Hauptanschluss für Direktruf (HfD) bezeichnet.
Standleitungen sind heute mit Datenraten von 50 Bit/sec bis zu 2 GBit/sec von allen größeren Netzbetreibern zu mieten. Ursprünglich wurde eine Standleitung tatsächlich als eigene Leitung realisiert, die zwischen den beiden Endpunkten verschaltet wurde. Inzwischen werden dafür aber längst intelligente Multiplexsysteme verwendet, die von einem zentralen Netzmanagementsystem aus vom Netzbetreiber flexibel geschaltet werden können.
Die Ausfallsicherheit der Standleitungen auf Kupferkabeln ist wesentlich höher als die von ISDN-Anschlüssen. Eine noch höhere Stabilität kann man durch den Einsatz von Glasfaser-Standleitungen erreichen.
Für Standleitungen werden die verschiedensten Schnittstellen eingesetzt. Der Anschluss an eine Standleitung hat häufig eine X.21- oder G.703-Schnittstelle. Auf diesen Schnittstellen setzen dann, an den beiden Endpunkten einer Standleitung, die jeweiligen Router der verbundenen Netzwerke an.
Im weitaus häufigsten Anwendungsfall werden aber nicht Router über eine Standleitung verbunden, sondern die Nebenstellenanlagen einer Firma, deren Gebäude an verschiedenen Standorten einer Stadt stehen, bzw. die Filialen in mehreren Städten hat.
Wichtige Standleitungen werden im Normalfall immer sekundär abgesichert, dies geschieht in der Regel durch alternative Datenwege, also andere Standleitungen, oder durch ISDN-Wählleitungen, auf die im Fehlerfall umgeschaltet werden kann (siehe Protection).
Glasfaser
Im Regelfall ist eine Standleitung eine Kupferleitung. Weitaus die meisten in Deutschland installierten Standleitungen bieten Datenübertragungsraten von 2 Mbit/s oder darunter, sodass Kupferleitungen ausreichen. Es ist aber auch möglich, Glasfaseranschlüsse zu mieten, wobei nur die vereinbarte Bandbreite genutzt werden kann. Mietet man eine physikalische Glasfaser ohne jede Bandbreitenbegrenzung, sodass man völlig frei ist, wie man sie nutzt, so wird dies als Dark Fiber bezeichnet.
Wird über eine Standleitung ein Netzwerk mit dem Internet verbunden, so beinhaltet dies in den meisten Fällen auch die Zuweisung mindestens einer festen öffentlichen IP-Adresse. Diese Standleitungen eignen sie sich dann besonders um Server im Internet zu betreiben. Genauso häufig werden Standleitungen jedoch auch für die Verbindung von zwei privaten (Teil-)Netzen genutzt, hier werden dann keine öffentlichen IP-Adressen zugewiesen. Auch wird bei Standleitungen der zweiten Art nur die Bereitstellung durch den Anbieter berechnet, während bei Standleitungen ins Internet neben der Bereitstellung auch der reale Datentransfer zu bezahlen ist.
Häufig wird das von der Telekom angebotene T-DSL mit einer Standleitung verwechselt. Das ist aber falsch, da hier die Verbindung regelmäßig vom Provider getrennt wird. Außerdem werden die IP-Adressen dynamisch vergeben. Um dennoch per DSL einen Server betreiben zu können, ist es erforderlich nach einer Trennung der Verbindung diese schnellstmöglich wiederherzustellen und die sich ändernde IP-Adresse über einen dynamischen DNS-Dienst (DynDNS) einem festen Domänennamennnamen zuzuordnen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine feste IP-Adresse zu tunneln.
Standleitung ins Internet
Eine so genannte Standleitung ins Internet besteht nicht nur aus der Standleitung selbst, sondern auch aus einer Reihe weiterer Dienste.
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