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Als Sonderpädagogen dürfen sich Diplom-Pädagogen und AbsolventInnen der Pädagogischen Akademien (mit dem Schwerpunkt Sonderpädagogik) bezeichnen, die sich mit der Förderung und Erziehung so genannter behinderter Kinder und Jugendlicher befassen. Statt der oft abwertend verwendeten Bezeichnung "behindert" wird heute zunehmend die Bezeichnung "Menschen mit Behinderung" verwendet. Dabei rückt in den Vordergrund, dass Behinderung nicht nur als "Nicht-Funktionstüchtigkeit" benannt werden soll, sondern diese Menschen in ihrem Anderssein als gleichwertig begriffen werden sollen.
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1 Berufsfeld 2 Ausbildung 3 4 |
Berufsfeld
Berufsmöglichkeiten ergeben sich für Diplom-PädagogInnen in der Arbeit mit Menschen aller Altersstufen und aller Behinderungen (Geistige Behinderung, Lernbehinderung, Verhaltensbehinderung, Sprachbehinderung, Körperbehinderung, Hörbehinderung und Sehbehinderung).
Für das Kindes- und Jugendalter sind SonderpädagogInnen im Bereich der Frühförderung, familienentlastenden Diensten, in integrativen Kindergärten und Sonder-Kindergärten, in der Sonderschulsozialarbeit, in der Freizeitpädagogik und in Heimen tätig. Für das Erwachsenenalter liegen die Tätigkeitsfelder im Wohnbereich (Heim, betreutes Wohnen) , stationäre und ambulante Begleitung, im Arbeitsbereich (Werkstätten, Arbeitsassistenz, Berufsbildungs- und Berufsförderwerke), in der Erwachsenenbildung, spez. z.B. Erwachsenenbildung für Menschen mit geistiger Behinderung, und in der stationären bzw. ambulanten Begleitung von Elternschaften von Menschen mit geistiger Behinderung, so genannte (Familienprojekte).
Die in der Berufspraxis zu bewältigenden Probleme sind so zahlreich wie die Arbeitsfelder. Neben der Anwendung medizinischer, entwicklungspsychologischer und diagnostischer Kenntnisse müssen SonderpädagogInnen in der Lage sein, Beziehungen zu Kindern und deren Familien herzustellen. Sonderpädagogik bewegt sich hier im Grenzbereich zur Therapie. Die Arbeit mit den Problemen der Familien und den Verhaltensproblemen der Kinder erfordert ein hohes Maß an Selbstreflexion und Beziehungsfähigkeit (im Sinne einer dialogischen Heilpädagogik, welche das medizinische Paradigma in der Sonderpädagogik abgelöst hat). Die Forderungen nach Integration behinderter und nichtbehinderter Kinder sollen langfristig zur Arbeit von SonderpädagogInnen in fast allen Regeleinrichtungen führen. Die Förderung von integrativen Prozessen, die nicht naturwüchsig verlaufen, wird dabei eine wichtige Rolle spielen sowie die Zusammenarbeit mit den PädagogInnen ohne sonderpädagogische Qualifikation.
Im Erwachsenenalter werden sich durch das Normalisierungsprinzip neue institutionelle Erfordernisse ergeben. Selbstbestimmtes Leben und die Integration in die „normale” Lebenswelt sind Ziele, denen die sonderpädagogische Praxis nachkommen muss. Im Wohn- und Arbeitsbereich gibt es bereits Modellprojekte, die zukunftsweisend sind. SonderpädagogInnen werden zu Wohn- und ArbeitsassistentInnen. Rechtliche Kenntnisse zur Ausschöpfung der bestehenden Unterstützungen und der Realisierung von Projekten sind hier unumgänglich. Der Bereich Erwachsenenbildung nimmt zunehmend größeren Stellenwert ein, da er die notwendigen Voraussetzungen für lebenslanges Lernen und Selbständigkeit von Menschen mit Behinderungen im Erwachsenenalter schafft.
Ausbildung
Die Ausbildung von Sonderpädagogen erfolgt an Universitäten im Fach Pädagogik/Erziehungswissenschaft. Im Hauptstudium wird sich dann auf den Schwerpunkt Sonderpädagogik spezialisiert. Im Schwerpunkt stehen dann noch verschiedene Wahlpflichtfächer zur Auswahl:
Die Studieninhalte beziehen sich auf Kenntnisse aus dem Bereich der Allgemeinen Sonderpädagogik:
wiki.pruefung.net/Wiki/Sonderp_e4dagogik
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |