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Der Kaiserwald selbst ist keine besonders alte Kulturgegend. Bisher sind keine zuverlässigen Beweise für eine altertümliche Besiedlung gefunden worden. Archäologische Funde aus den höheren Lagen datieren erst seit dem Mittelalter. Die Besiedlung des Kaiserwaldes ist der Kolonisationstätigkeit des Tepler und des Waldsassener Stiftes im 13. Jahrhundert zuzurechnen. Die ersten Ansiedlungen sind im Zusammenhang mit dem Bergbau (Gold, Silber und vor allem Zinn) entstanden. Eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Bergbaus spielten die Adelsfamilien: Riesenburger von Ossegg (Osek) und Pfluger von Rabenstein (Rabstejn). Eine technische Glanzleistung des Bergbaus war die Errichtung von Wasserkanälen, sog. Flößgraben aus dem Jahre 1563. Eine negative Auswirkung auf den Bergbau hatte der Dreißigjährige Krieg. Die Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Dreißigjährigen Krieg brachte im Kaiserwald einen neuen Aufschwung des Handwerks und des Zunftwesens. Es kam zur Wiederbelebung lokaler Handwerke, die häufig hiesige Rohstoffvorkommen nutzten. Es entstanden erste Manufakturen und Fabriken. So wurde er Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Standort der böhmischen Porzellanindustrie.
Von den Handwerksbetriebn des Kaiserwaldes des 18. und 19. Jahrhunderts seien die traditionsreiche Zinngießerei, die Porzellanproduktion, die Herstellung von lackierten Dosen, Waffen-, Messer- und Nadelherstellung, Sprudelsteinschleifen und Lebzelterei in Loket genannt.
Die Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre und die nationalistische Henlein-Bewegung in Nordwestböhmen führten zum Niedergang der eigenständigen Volkskultur und der typischen Fachwerkarchitektur, die für den Kaiserwald charakteristisch war. Manche der alten Ansiedlungen blieben nach der Aussiedlung der deutschen Bevölkerung völlig verlassen, sind verwahrlost und zuletzt ganz verschwunden. Für den Naturschutz war dann nach der Stillegung des Uranabbaus die Errichtung des Naturschutzgebiets Slavkovsky im Jahre 1974 von entscheidender Bedeutung.
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