Im ältesten literarischen Werk der Antike, bei Homer, ist die Sklaverei bereits voll ausgebildet. Die Ilias (ca. 750 v. Chr) beginnt mit einem Streit um zwei Sklavinnen (Briseis und Chryseis). In der Regel ist die Unfreiheit eine Folge von Kriegsgefangenschaft. Bei der Eroberung einer feindlichen Stadt wurden die Männer meist getötet, die Frauen und Kinder als Sklaven der Sieger verschleppt. Sie hatten dann im gegnerischen Lager alle anfallenden Arbeiten zu verrichten. Sklavinnen hatten ihren Herren als Konkubinen zu dienen, die literarische Konstruktion stellt dies nicht als Vergewaltigung dar, sondern konstruiert Liebesbeziehungen. In der Realität dürften dies die betroffenen Frauen als demütigend empfunden haben.
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