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Zum Kuppeln ist kein Personal im Gleis vonnöten, die Triebzüge fahren mit etwa 5-6 km/h langsam aufeinander zu die Kupplungen richten sich durch Auflaufhörner gegeneinander aus. Die Feinjustierung erfolgt durch die Trichter und Kegel der Kuppelplatten. In der Trichterseite sitzt jeweils eine Kuppelklaue, aus der Kegelseite kommt eine Kuppelgabel hervor. Drücken die Kuppelgabeln gegen die Klauen lösen sie die Verrschlußfedern aus die die Kuppelbolzen drehen. Die zwei Kuppelgabel werden durch die Klauen gehalten. Sie bilden ein Kräfteparallelogramm. So können die Zugkräfte übertragen werden ohne eine öffnende Drehkraft auf die Kupplung zu erzeugen. Genauso einfach kann die Kupplung vom Führerstand aus wieder gelöst werden, dazu werden mit einem Druckluftkolben die Kuppelbolzen zurückgedreht und dabei die Federn wieder gespannt.
Je nach Modell können über mehrere Steckkontakte wichtige Leitungen, wie die Stromzufuhr, Druckluft und Datenleitungen miteinander verbunden werden. Auf diese Art und Weise können innerhalb kürzester Zeit mehrere einzelne Triebzüge zu einem langen Zugverband zusammen gestellt werden. Die Verschlußfedern sorgen dafür, dass sie nicht weniger sicher ist als eine herkömmliche Schraubenkupplung.
Scharfenbergkupplungen wurden bisher hauptsächlich im S-Bahn-Verkehr eingesetzt. In den letzten zehn Jahren hat die Deutsche Bahn AG eine Vielzahl neuer Triebzüge in Betrieb genommen, die ebenfalls Scharfenbergkupplungen nutzen. Neben neuen S-Bahn-Fahrzeugen gehören auch einige Regionaltriebzüge dazu, sowie sämtliche ICE-Züge mit Ausnahme der ICE 1.
Fahrzeuge mit Scharfenbergkupplungen in Deutschland
S-Bahn-Verkehr
Regionalverkehr
Fernverkehr
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