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1 Religion und Theologie
1.1 Archaische Mythen
2 Philosophie1.2 Zarathustra-Mythos 1.3 Ägyptische Mythen 1.4 Griechische Mythologie 1.5 Christentum 3 Physik 4 Kunst 5 |
Religion und Theologie
Die Schöpfung ist in verschiedenen Religionen die Bezeichnung für die Erschaffung der Welt, der Dinge und der Entstehung des Menschen, meist durch eine eigenständige Macht (Gott). Die Schöpfung wurde und wird vielfach thematisiert:
Archaische Mythen
Schöpfungsmythen gibt es in vielen Kulturen.
Sie beantworten meist bildhaft die Frage nach der Herkunft der Götter, der Menschen und der Welt.
Zarathustra-Mythos
siehe auch: Parsen
Die oberste Gottheit Ahura Mazda schuf den Himmel durch einen sehr langen, hauchenden Atemzug. Der Himmel war eiförmig, sodass aus ihm das Leben und zuletzt die Menschheit entstehen konnte. Vor dem Leben jedoch bildeten sich das Wasser und die Erde (siehe auch Babylons Weltbild).
Zarathustras Lehren haben vermutlich in der Babylonischen Gefangenschaft das Judentum beeinflusst. Ähnliche Vorstellungen von Himmel, Hölle und engelhaften Wesen finden sich teilweise im Christentum.
Ägyptische Mythen
Griechische Mythologie
Nach Hesiods Theogonie stand am Anfang das Chaos. Aus ihm entstanden Gaia und Eros. Siehe auch Stammbaum der griechischen Götter
Christentum
Im 1. Buch Mose (Genesis) der Bibel sind zwei komplementäre Versionen der Schöpfungsgeschichte überliefert. Nach der Dokumenten-Hypothese der historisch-kritischen Theologie wurde der Pentateuch nicht wie überliefert durch einen Autor (nämlich Moses) niedergeschrieben (siehe Biblische Verfasserschaft), sondern entstand durch das Verschmelzen verschiedener Traditionsströme während der mündlichen und schriftlichen Überlieferung. Konservative Theologen bezweifeln die Dokumenten-Hypothese, auch angesichts neuerer archäologischer Erkenntnisse.
Genesis 1,1-2,4a Hier wird in stark formalisierter Sprache das bekannte Sieben-Tage-Schöpfungswerk beschrieben. Am Anfang eines jeden Tages steht das Wort Gottes, gefolgt von der Bestätigung »und es geschah so«. Gott betrachtet sein »Tageswerk« und »sah, dass es gut war«. Am Ende des Tages wird aus »Abend und Morgen« der nächste (zweite, dritte, ) Tag.
Direkt auf die erste Version folgt die zweite:
Genesis 2,4b-25 »Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.« Die einzelnen Schöpfungstaten folgen in anderer Anordnung. Jetzt ist die Erde zunächst trocken, eine unfruchtbare Steppe. Gott erschafft zuerst die Menschen, dann die Pflanzen. Die zweite Schöpfungsgeschichte mündet in die Erzählung vom Garten Eden.
Beide Überlieferungen geben gemeinsame Grundgedanken wieder etwa:
Siehe auch
Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube, Pierre Teilhard de Chardin, Ussher-Lightfoot-Kalender
Platon sieht in seiner Ideenlehre die Welt und ihre Bestandteile als Abbild göttlicher Ideen an.
Aristoteles sieht den unbewegten Beweger als Anfangspunkt jeder Bewegung an.
Diese Gedanken finden sich auch in den sogenannten Gottesbeweisen der Antike und des frühen Mittelalters wieder.
Schon Johannes Kepler dachte über die Frage nach, ob das Universum unendlich sei, und zu Ende des 18. Jahrhunderts konnte Wilhelm Olbers (Entdecker des 2. und 4. Asteroiden) diese Frage durch sein berühmtes Paradoxon verneinen.
Die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung gab um 1970 den Anstoß zur Entwicklung der Urknall-Theorie. Für die Forscher hat es etwas Faszinierendes und gleichzeitig Seltsames, an diese absolute Grenze der Wissenschaft zu stoßen, und viele sehen sie als Moment der Schöpfung. Die seither entwickelten Verfeinerungen des Urknall-Modells zeigen jedenfalls keine Widersprüche im Gegensatz zur Steady-State-Theorie, nach der das Weltall im Wesentlichen immer dieselbe Struktur hätte.
Philosophie
Die Frage der Schöpfung stellt aber auch ein philosophisches Grundproblem dar.
Hier zeigt sich die enge Wechselwirkung zwischen philosophischen und theologischen Problemen.Physik
Zwar kann man mit Methoden der Naturwissenschaft nicht in die »Zeit vor aller Zeit« vordringen, doch geben einige Ergebnisse der Astronomie interessante Hinweise.Kunst
Bilder der Schöpfung
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |