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Salzsäure

Strukturformel
Allgemeines
Name Salzsäure
Summenformel HCl
Andere Namen Chlorwasserstoffsäure
Kurzbeschreibung farblose Flüssigkeit
CAS-Nummer 7647-01-0
Sicherheitshinweise

Ätzend
R- und S-Sätze R 34-37
S 26-36/37/39-45
Handhabung Handschuhe, Schutzkleidung, Augenschutz
Lagerung unter +25 °C
MAK 5 ml/m3
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand flüssig
Farbe farblos
Dichte ~1,19 g/cm³ (37%ige)
Molmasse 36 g/mol
Schmelzpunkt ca. -50 °C
Siedepunkt 83-90 °C
Dampfdruck 21,3 hPa bei 20 °C (w(HCl)0,31)
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit in g/l LM (angeben welches!) (bei xx in °C)
bei mehreren Zeilenumbruch!
Gut löslich in Wasser
Schlecht löslich in Lösungsmittel
Unlöslich in Lösungsmittel
Azeotrop ''bei w(HCl) 0,202
Thermodynamik
ΔfH0g in kJ/mol
ΔfH0l in kJ/mol
ΔfH0s in kJ/mol
S0g, 1 bar in J/mol·K
S0l, 1 bar in J/mol·K
S0s in J/mol·K
Analytik
Klassische Verfahren ''Nachweis von Chlorid mit Silbernitrat
SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.
Salzsäure (eigentlich korrekt Chlorwasserstoffsäure) ist eine wässrige Lösung des Gases Chlorwasserstoff (Summenformel: HCl). Hochkonzentrierte Salzsäure gibt Chlorwasserstoff an die Luft ab und heißt daher auch rauchende Salzsäure. Als starke anorganische Säure zählt sie zu den Mineralsäuren.

Verdünnte Salzsäure ist ein guter elektrischer Leiter.

Salzsäure löst alle unedlen Metalle unter Abgabe von Wasserstoff, sofern diese nicht durch Passivierung geschützt sind.

Die Salze der Salzsäure heißen Chloride. Das bekannteste Chlorid ist das Natriumchlorid (NaCl, Kochsalz)

Die Dichte ist konzentrationsabhängig, in etwa linear bis 1,20 g/cm3 für 40%ige rauchende Säure

Eine Mischung von Salzsäure und Salpetersäure wird Königswasser genannt, weil sie auch Gold, den "König der Metalle" zu lösen vermag. Dazu trägt neben der oxidierenden Wirkung der Salpetersäure auch die Verringerung der effektiven Goldkonzentration durch Komplexbildung bei: Au3+ + 4 Cl- → AuCl4-.

In einem Liter Wasser lösen sich bei 0 °C unter Erwärmung 520 l (= 850 g) HCl-Gas. An feuchter Luft bildet HCl-Gas Nebel aus feinen Salzsäure-Tröpfchen.

Hergestellt wird Chlorwasserstoff im Labor aus konzentrierter Schwefelsäure und Kochsalz (daher der Name!)

2 NaCl + H2SO4 → Na2SO4 + 2 HCl

Obschon Salzsäure eine stärkere Säure als die Schwefelsäure ist, verläuft die Reaktion von links nach rechts, da HCl gasförmig ist und sich den Gleichgewicht entzieht.

In der chemischen Industrie wird hochreiner Chlorwasserstoff durch die Verbrennung von Chlorknallgas (ein Gemisch aus Wasserstoff und Chlor) gewonnen.Technisch reine Salzsäure fällt hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Chlorierung organischer Verbindungen an.

Verdünnte Salzsäure hat einen PH-Wert von etwa 0-2, konzentrierte Salzsäure von -0,8, rauchende Salzsäure von -1. Salzsäure kommt aber in der Regel nur stark verdünnt vor.

Vorkommen

Biologie

In Mensch und Tier ist Salzsäure Bestandteil des Magensaftes im
Magen wo es u.a. die Hydrolyse von Fetten bewirkt.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.