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Seine Kindheit verbrachte Perse auf den Französischen Antillen. Mit seiner Familie kehrte er 1898 zurück nach Frankreich, wo er Jura und Politikwissenschaften in Bordeaux studierte.
1914 trat er in den diplomatischen Dienst und wurde 1916 Legationssekretär in Peking, bereiste Korea, die Mongolei und Japan. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er Berater des französischen Außenministers Aristide Briand. 1929 wurde er zum Directeur des Affaires politiques im Außenministerium ernannt.
Wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber der Beschwichtigungspolitik zu Deutschland wurde Perse 1914 seiner Ämter enthoben, er verlor die französische Staatsbürgerschaft und sein gesamtes Vermögen wurde beschlagnahmt. Er emigrierte daraufhin in die USA, wo er als Berater für die Library of Congress arbeitete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden er in Frankreich rehabilitiert. Trotzdem blieb Perse zunächst in den USA und kehrte erst 1959 nach Frankreich zurück.
Die südfranzösische Stadt Aix en Provence beherbergt heute ein Zentrum mit einer Bibliothek zum Studium des Werkes von Saint-John Perse.
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