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Nach dem frühen Besuch einer Koranschule und einem Jahr an einer französischen Technikschule in Conakry arbeitet er in verschiedenen Jobs, bevor er 1941 schließlich seine Prüfung besteht und bei PTT (Post and Telecommunications) arbeitet. 1945 wird er Generalsekretär der PTT Gewerkschaft und 1946 Mitbegründer der Rassemblement Démocratique Africaine von [Houphouet Boigny, aus der 1947 in Guinea die antikoloniale Parti Démocratique de Guinée (PDG) hervorgeht.
1956 wird er Abgeordneter für Guinea in der französischen Nationalversammlung und im gleichen Jahr Bürgermeister von Conakry. Als das Land bei den Territorialwahlen die Semi-Autonomie erreicht und die PDG stärkste politische Kraft wird, übernimmt Touré die Vizepräsidentschaft der Territorialversammlung.
Mit der Ausrufung der Unabhängigkeit am 2. Oktober 1958 wird Sékou Touré Präsident des neuen Staates. Aus diesem Jahr stammt sein Ausspruch gegen das Referndum des französischen Präsidenten de Gaulle, "We prefer poverty in liberty to riches in slavery." (Wir ziehen Armut in Freiheit einem Reichtum in der Sklaverei vor).
Der Rückzug jeglicher finanziellen und administrativen Unterstützung durch Frankreich drängt Touré fast zwangsläufig zur Hinwendung zur Sowjetunion und verfestigt die undemokratische Herrschaft der Einheitspartei PDG. Touré tritt in den folgenden Jahren für einen panafrikanischen Sozialismus ein und gewährt afrikanischen nationalistischen Bewegungen in Mali und anderen französischen Kolonien beträchtliche Unterstützung, unter anderem auch der PAIGC (Partido Africano da Indepencia Guinée e Cabo Verde). der afrikanischen Befreiungsbewegung gegen die portugiesische Herrschaft im benachbarten Guinea-Bissau.
Während seiner Amtszeit errichtet er eine der grausamsten Diktaturen in Afrika, unter der zehntausende politisch missliebige Personen gefoltert und liquidiert werden. Das Land Guinea verzeichnet in dieser Zeit mindestens zwei Millionen Flüchtlinge. Gleichzeitig bereichert er sich und seine Familie um Milliarden US-$.
Gegen Ende seiner Amtszeit wird er ab 1980 vor allem durch den zunehmenden Protest von Guineas Frauen gezwungen, seine Außenpolitik zu verändern und versucht, durch eine scheinbare Zuwendung zum Westen wieder Wirtschaftshilfen für sein Land zu erlangen. Außerdem bereist er andere afrikanische Länder und tritt als Versöhner auf.
Er stirbt am 26.3.1984 in Cleveland/Ohio.
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