Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste


Rheydt

Rheydt ist eine ehemalige Stadt in Nordrhein-Westfalen, die im Zuge der Gebietsreform zum 1. Januar 1975 mit der Stadt Mönchengladbach und der Gemeinde Wickrath zur neuen Stadt Mönchengladbach vereinigt wurde.

Die ehemals zur preußischen Rheinprovinz und zum Kreis Gladbach gehörige Stadt (Titularstadt seit 1827, endgültige Stadtrechte seit 1856) wurde zum 1. April 1907 eine kreisfreie Stadt (Stadtkreis). Am 1. August 1929 wurde diese mit der kreisfreien Stadt München-Gladbach, der Stadt Odenkirchen (Stadtrechte seit 1856) und der Gemeinde Giesenkirchen (mit Schelsen) zur kreisfreien Stadt Gladbach-Rheydt vereinigt, jedoch bereits 1933 wieder getrennt. Danach umfasste das Rheydter Stadtgebiet die Orte Rheydt, Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen. 1969 überschritt die Einwohnerzahl Rheydts die 100.000-Grenze, wodurch sie zur Großstadt wurde. Doch wurde die junge Großstadt 1975 mit Mönchengladbach vereinigt.

Zu den Religionen in Rheydt siehe den Artikel Mönchengladbach.

Inhalt
1 Beschreibung der Stadt Rheydt 1919
2 Politik
3 Einwohnerentwicklung
4 Söhne und Töchter der Stadt
5
6

Beschreibung der Stadt Rheydt 1919

Stadtkreis im preußischen Regierungsbezirk Düsseldorf, an der Niers, (1919) 42.821 Einwohner, Amtsgericht, Oberrealschule mit Reformgymnasium, Lyzeum, Lehrerseminar, Handels- und Gewerbeschule für Mädchen; Textil-, Eisen-, Papierindustrie, Kabelwerke.

Politik

An der Spitze der Gemeinde Rheydt standen nach der gutsherrlichen Verfassung die Gerichtsschöffen und die Vorsteher der 6 zur Gemeinde gehörigen Honschaften. Sie vertraten die Gemeinde Rheydt gegenüber dem Landesherrn. In französischer Zeit ab 1794 gab es 3 Mitglieder der Munizipalität. In preußischer Zeit leitete ein Bürgermeister die Stadtverwaltung, der nach 1889 meist den Titel Oberbürgermeister trug. Ihm stand ein Rat zur Seite.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten "Rat der Stadt", dessen Mitglieder man als "Stadtverordnete" bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Desweiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Dieser Verwaltungsaufbau bestand bis zur kommunalen Neugliederung zum 1. Januar 1975.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister 1808-1974

Oberstadtdirektoren 1946-1974

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind entweder Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohnerzahlen
1532 650
1794 2.776
1804 2.743
1830 2.200
1850 8.189
1871 13.766
1875 ¹ 15.835
1. Dezember 1890 ¹ 26.830
1. Dezember 1900 ¹ 34.034
Jahr Einwohnerzahlen
1. Dezember 1905 ¹ 40.149
1. Dezember 1910 ¹ 43.999
8. Oktober 1919 ¹ 42.821
16. Juni 1925 ¹ 45.124
16. Juni 1933 ¹ 77.261
17. Mai 1939 ¹ 77.339
13. September 1950 ¹ 78.302
6. Juni 1961 ¹ 94.004
31. Dezember 1970 100.500
¹ Volkszählungsergebnis

Im Jahre 2000 hatte Rheydt (ohne die bis 1974 zu Rheydt gehörigen Orte Odenkirchen, Giesenkirchen und Schelsen) insgesamt 66.283 Einwohner. Diese verteilten sich wie folgt:

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch
Mönchengladbach
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.