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Regenbogenfahne

Die Regenbogenfahne hat eine lange Tradition und diente in vielen Kulturen weltweit als Zeichen der Vielfältigkeit, der Hoffnung und Sehnsucht.

Bereits in den Bauernkriegen wurden der Bundschuh und die Regenbogenfahne zum Zeichen einer neuen Zeit, der Hoffnung und Veränderung. Thomas Müntzer, verband mit der Verkündigung des Evangeliumss sozialrevolutionäre Forderungen. Er wird wie bei dem Müntzer-Denkmal in Stolberg oft mit einer Regenbogenfahne in der Faust abgebildet.

Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Regenbogenfahne ein internationales schwul-lesbisches Symbol.

Neben dem rosa Winkel, den Schwule als Kennzeichnung in den nationalsozialistischen KZs tragen mussten, dem Red Ribbon, der roten Schleife, die als Solidaritätszeichen für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke dient und dem Lambda-Symbol, das vor allem in der DDR verbreitet war, ist die farbenfrohe Regenbogenfahne ein weltweit etabliertes Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung.

Die Regenbogenfahne entwarf 1978 der amerikanische Künstler Gilbert Baker und soll ein Symbol für lesbischen und schwulen Stolz darstellen, sowie gleichzeitig die Vielfalt dieser Lebensweise.

Der Urentwuf bestand aus acht Farbstreifen (rosa und indigoblau), die aus drucktechnischen Gründen aber entfallen mussten. Jede Farbe hat eine Bedeutung.

Die Regenbogenfahne steht auch für die internationale Friedensbewegung. Zum Zeichen des Protestes gegen den Irak-Krieg im Jahr 2003 flatterte sie von italienischen Häuserwänden und Balkons nach dem Aufruf "Pace da tutti i balconi" (Friede von allen Balkonen). Als Anti-Kriegs Symbol fand die Regenbogenfahne daraufhin mit dem Aufdruck "PACE" auch außerhalb Italiens Verbreitung.

Weiterhin ist sie Symbol der Umweltschutzorganisation Greenpeace.


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